Padersprinter setzt die ersten Aktivfilter von Daimler Buses im ÖPNV ein. Foto: Padersprinter

Auch wenn nationale und internationale Studien zeigen, dass der ÖPNV bisher kaum für Covid-19-Infektionen verantwortlich ist, die Busflotte von Padersprinter ist nach eigenen Angaben die erste in Deutschland, die im ÖPNV komplett mit antiviralen Hochleistungspartikelfiltern ausgestattet wurde. Mit der Ankündigung der Aktivfilter im Rahmen eines virutellen Presse-Roundtables Anfang September diesen Jahres (omnibus.news berichtete) hatte Daimler Buses sie zunächst für die Reisebusse der Marken Mercedes-Benz und Setravorgesehen, Linienbusse sollten folgen, wie es seinerzeit hieß. Statt eines einlagigen Grobfilters sorgt nun ein mehrlagiger Feinfilter dafür, dass sowohl anorganische Stäube wie auch mikrobielle Aerosole größtenteils gefiltert werden. Der nötige Nachweis der Effizienz der Aerosol-Filtration für Bakterien und Viren sei durch eine physikalische Prüfung und anschließender mikrobiologischer Validierung erfolgt, wie Daimlers Bus-Entwicklungschef Gustav Tuschen seinerzeit mitteilte. Zum Preis hieß es im Rahmen der ankündigung, dass die antiviralen Filter rund 30 Prozent teurer wären, was dem Material geschuldet sei. Wie die Paderborner nun auf ihrer Website mitteilen, wurden Ende Oktober die letzten Citaro mit den neuen Aktivfiltern ausgestattet. Über die Klimasysteme der Linienbusse werden nun bis zu 99 Prozent der Aerosole herausgefiltert. Seit Beginn der Corona-Pandemie beobachtete die Geschäftsleitung die Entwicklung des Virus mit Fokus auf den öffentlichen Personennahverkehr sehr aufmerksam, wie Peter Bronnenberg erklärt. ”Dementsprechend haben wir auch immer ein Auge darauf, welche wirksamen Chancen sich in unserer Branche entwickeln, um die Ansteckungsgefahr im ÖPNV weiterhin so gering wie möglich zu halten,” so Bronnenberg. Die antiviralen Filtersysteme ersetzen jedoch nicht die anderen Schutzmaßnahmen des Padersprinter, die seit Beginn der Pandemie gelten. Dazu zählen zum Beispiel die allgemein gültigen Abstands- und Hygieneregeln, die Tragepflicht eines Mund-Nasenschutzes sowie die Sicherheitsscheiben zwischen Fahrerarbeitsplatz und Fahrgastraum. ”Wenn man die geltenden Corona-Regelungen in unseren Fahrzeugen beachtet und sich sorgsam verhält, ist die Nutzung unserer Busse für alle Fahrgäste auch weiterhin sicher”, erklärt der Geschäftsführer weiter. (Daimle/Padersprinter/PM/Schreiber)

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