Die Busbranche blickt zur Zeit nach Polen und hat Solaris im Visier. Foto: Solaris

Solaris hat mittlerweile bestätigt, dass man unterschiedliche Optionen für die Zukunft des polnischen Busherstellers prüfen würde. Zuvor hatte die polnische Presse spekuliert, dass Solaris an einen deutsches oder chinesisches Unternehmen verkauft werden könnte (siehe Meldung von omnibus.news vom 5.4.18). Krzysztof Olszewski, der 2012 aus gesundheitlichen Gründen ausschied und seiner Frau Solange die Führung überließ, hatte – ähnlich wie Neoplan – das Gespür für Trends und stellte weit vor dem Wettbewerb entsprechende Fahrzeuge auf die Räder. Aktuell wird das Thema Verkauf von Solaris eng mit dem Thema der Elektromobilität verbunden: Solaris hat hier deutlich vor dem Wettbewerb unterschiedliche Elektrobus-Konzepte auf den Markt gebracht. Um hier weiter die Vorreiterrolle einnehmen zu können, würden jetzt verschiedene Optionen für eine Zusammenarbeit mit Investoren ausgelotet werden, wie Solaris-Sprecher Mateusz Figaszewski bestätigt. Ziel sei es, neues und vor allem mehr Kapital für die weitere Entwicklung zu generieren. Ob und wie es zur Abtretung von Anteilen oder gar zum Verkauf kommen kann, sei derzeit noch nicht klar – alle Gespräche mit potenitellen Interessenten würden ergebnisoffen geführt. Zur Rolle des deutschen  Beratungsunternehmen Goetzpartners wollte sich Solaris nicht äußern, auch nicht, ob dies im Zusammenhang mit einem deutschen Käufer stehen könnte. Sieben Interessenten seien zum Verfahren der so genannten Risikoprüfung zugelassen worden, wie die polnische Presse zu berichten weiß. Bei diesem Vorgehen erhalten die Interessenten detaillierte Einsicht in die Bücher eines Unternehmens. Erst nach Abschluss aller Verhandlungen werde sich Solaris erklären, teilte das Unternehmen mit.

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