Das Angebot an unterschiedlichen Puzzle-Arten zum Thema Bus ist riesig. Fotos: Ravensburger, Range, Falcon, Richard, Montage: omnibus.news

Wir bleiben zuhause, zeigen uns solidarisch und nutzen die Zeit mit der Familie. Mitunter eine Herausforderung, wenn home office und Kinderbetreuung aufeinandertreffen. Doch wie wäre es in dieser Zeit mit einem Puzzle? Das Angebot ist riesig, kaum eine Altergruppe, die nicht fündig wird! Neben dem, was Geschäfte vorhalten, gibt es auch im Internet mehrere Websites, die das mechanische Geduldsspiel in das digitale Zeitalter übertragen haben – …und sogar Busmotive anbieten! Das Puzzle, ein sogenanntes Legespiel, kann bei entsprechend vielen Teilen durchaus eine Herausforderung sein oder beim Puzzlen werden! Man versucht einzelne Puzzleteile wieder zu einem Ganzen zusammenzusetzen, was neben der Anzahl der Teile auch noch je nach Motiv unterschiedlich lange dauert. 1766 in England von John Spilsbury erfunden, damals noch mit der Laubsäge handgefertigt und auf Holz aufgeklebt, eroberte das Gedulds- und Legespiel schnell der Herz der Pädagogen, die in der Beschäftigung mit dem Puzzle mehrere Vorteile sahen. Der Erfinder verkaufte die ersten Legespiele auch mit diesem Ziel, er hatte Landkarten von Großbritannien auf dünne Holzbrettchen geklebt und bewarb sie als „Lehrmittel zur Erleichterung des Erdkundeunterrichts“. In den Anfängen waren die einzelnen Teile aber noch nicht wie heute verzahnt. Experten sprechen hier von Interlocking-Puzzle, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Markt eroberten. Seit einigen Jahren haben Puzzle die dritte Dimension erreicht, wie der Ravensburger Verlag, der Pionier aus Deutschland mit dem legendären roten Doppeldecker aus Großbritannien oder dem dreistöckigen Harry Potter-Bus zeigt. Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Massenproduktion, statt Handarbeit kamen Maschinen zum Einsatz. So konnten die einst teuren Legespiele preiswerter angeboten werden, immer mehr Menschen kamen in den Genuss. Bis heute hat sich in der Herstellung kaum etwas geändert: Das Motiv wird auf eine feste Pappe gedruckt, eine Stanze macht daraus viele kleine Teile. Mittlerweile sind die Stanzformen so gut, dass die Wahrscheinlichkeit, Teile falsch zu verbinden, eigentlich nicht mehr möglich ist. Zu den bekanntesten Anbietern gehört der Anbieter aus Ravensburg, der seine Wurzeln in den Prinzipien Otto Maiers hat. Inspiriert von den pädagogischen Reformentwicklungen seiner Zeit gründet er 1883 einen Verlag in Ravenburg. Sein Ziel: Unterhaltung und Belehrung zu verbinden. Und seine Maxime hat noch heute Gültigkeit: Lernen durch Tun. Das frühe Programm umfasste Vorlagenmappen für Handwerker, Bildungs- und Familienspiele, Ratgeber und Kindererzählungen. Nach 1900 kommen Bilderbücher, Beschäftigungsspiele sowie Anleitungen für Modelbau und Laienkunst dazu. Bereits 1925, im Jahr von Otto Maiers Tod, sind über 1.000 Verlagsprodukte erschienen. Nach der Verdreifachung des Umsatzes in den 1950er Jahren beginnt 1962 der Aufbau der industriellen Fertigung, eine Zeit, in der auch das Puzzle in das Angebot aufgenommen wird. Das blaue Dreieck wird 1974 als Markenzeichen eingeführt und kennzeichnet heute die meisten Puzzle, die in Geschäften angeboten werden. Vor zehn Jahren wurde das Museum Ravensburger neu eröffnet. Es macht in einer interaktiven Ausstellung die Geschichte und Gegenwart von Ravensburger erlebbar. Geprägt ist das Museum von der Spannung zwischen historischen Exponaten und digitaler Präsentation in alter Bausubstanz und zeitgenössischer Innenarchitektur. Und noch etwas ist einmalig: Von Ravensburger gibt es als „Puzzleherausforderung“ auch zwei Puzzles ohne Motiv, das Krypt silber (654 Teile) und das Krypt Bronze (631 Teile), bei denen man vor 14 Jahren beim Erscheinen nur aufgrund der Form der Puzzleteile eine leere silbergraue (654 Teile) oder bronze-getönte Fläche (70 cm × 50 cm) zusammenzusetzen musste. Das kniffeligste Puzzle aus Ravensburg hat 40.320 Stücke, zum Glück ist es kein Bus-Motiv, sondern unvergessliche Disney-Momente. (Ravensburger/Deutsche Spielemuseum/PM/Schreiber)

Als 3D-Puzzle bietet Ravensburger den legendären roten Doppeldecker aus London an. Foto: Ravensburger

Ein Stück London für zuhause!

Mehr London geht nicht – also chartern Sie am besten sofort Ihren eigenen Doppeldecker und erkunden Sie die brodelnde Stadt mit dieser Ikone, schreibt Ravensburger im Begleittext zum 3D-Puzzle des legendären roten Doppeldeckers. Und weiter: Ein Blick auf den charakterstarken Bus genügt und Sie sind schneller am Big Ben als gedacht – und zwar immer dann, wenn Ihnen danach ist! Er ist bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund und erfreut sich größter Beliebtheit: Der rote Doppeldeckerbus ist aus Londons Straßen nicht wegzudenken und jetzt endlich auch als 3D Puzzle Modell erhältlich. Die 216 individuell geformten Puzzleteile passen dank Easyclick Technology perfekt zusammen und formen ganz ohne Kleben ein stabiles dreidimensionales Abbild des legendären Busses. Damit ist der Puzzlespaß für London-Fans zwischen 10 und 99 Jahren vorprogrammiert – der mithilfe einer bebilderten Anleitung zur unbeschwerten Freude wird. Die 25 Zubehörteile inklusive drehbarer Räder sorgen auch nach dem Puzzeln für pures Vergnügen. Besonderer Clou: Durch das abnehmbare Dach und den dazugehörigen Kunstoffeinsatz bietet der Bus auch einen tollen Zusatznutzen wie etwa als Aufbewahrungsbox für beispielsweise Büroutensilien. (Ravensburger/PM/Schreiber)

Neuester Trend: Das Legespiel in der “dritten Dimension”. Foto: Ravensburger

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