MAN setzt am heutigen Frauentag ein Zeichen und gestaltet das Markenlogo um. Foto: MAN

Unzählige Fortschritte in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wären undenkbar ohne starke Frauen, die mutig ihre Ideen und Visionen umsetzen. Aber: Frauen müssen sich in unterschiedlichen Lebenswelten immer erst noch bewähren. Das gilt vor allem dort, wo Männer, wie es Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung beschreibt, “die Definitionshoheit darüber haben, was eine Führungsposition ausmacht und was als gute Leistung betrachtet wird”. Mann oh MAN möchte man da rufen..! Den Internationalen Frauentag am heutigen 8. März nimmt MAN Truck & Bus zum Anlass, um alle Fahrerinnen und Frauen in sonstigen Logistikberufen mit zahlreichen Aktionen für ihre Arbeit zu würdigen. Sichtbarstes Beispiel ist dabei die Umbenennung eines neuen TGX ebenso wie des Mannschaftsbusses des FC Bayern von MAN in WOMAN. Der goldene WOMAN TGX wurde innerhalb der MAN Trucker’s World Community an eine Fahrerin verlost, die nun zeitweise mit diesem Einzelstück unterwegs sein darf. Einen Einblick in das spannende Leben einer Lkw-Fahrerin gibt Julia Beitler, die in einer Homestory auf dem MAN YouTube Kanal den Alltag einer echten Truckerin vorstellt. Weitere Gewinnspiele, bei denen unter anderem die Teilnahme an Schulungen verlost wird, runden die Aktionen ab. „Zum Internationalen Frauentag möchte MAN Danke sagen und allen Kolleginnen unsere Wertschätzung ausdrücken. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Chancengleichheit gelebte Praxis werden soll. MAN ist stolz auf alle Fahrerinnen. Wir tun aktiv etwas um sie zu unterstützen”, unterstreicht mit Göran Nyberg, ein Mann und als Vorstand für Vertrieb und Marketing bei MAN Truck & Bus SE verantwortlich. Und wie sieht es mit Führungspositionen in der Bussparte von MAN aus? Hier ist sicherlich noch Nachholbedarf, die Frage, ob es einen internen Diskurs und eine Quotenregelung bei MAN gibt, belibt im Zusammenhang mit der Pressemitteilung unbeantwortet. Eine Quotenregelung wird in vielen börsennotierten Unternehmen als Königsweg gesehen, um Karrierechancen für Frauen zu stärken. Am 6. März 2015 hat der Bundestag das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verabschiedet. Teil des Gesetzes sind unter anderem verschiedene Regelungen, die den Frauenanteil bei börsennotierten Aktiengesellschaften betreffen. Das war vor fast sechs Jahren, bewirkt hat es scheinbar in Deutschland nicht so viel. Wer unter dem Dach der Volkswagen AG zum MAN-Rivalen Scania blickt, der sieht mit Anna Carmo e Silva in der Bussparte eine Frau an der Spitze des schwedischen Herstellers. Mit keiner anderen Fragestellung trifft man den Nerv einer jeden Unternehmenskultur besser, als mit folgender: “Wie hält es die Firma mit der Gleichstellung von Mann und Frau?” Es geht dabei nicht nur um gesetzliche Bestimmungen und Tarifverträge, sondern vielemehr auch um das unvoreingenommene Bewerten von Leistungen. Und natürlich auch um Aufstiegsmöglichkeiten, die leider in vielen Betrieben immer noch in der mittleren Leitungsebene beendet sind. Auch 110 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag sind die Forderungen nach würdevoller Arbeit und fairen Löhnen noch aktuell. Auch heute ist es immer noch eine Frage, wie Frauen ihre Potenziale voll ausschöpfen und wirklich gleichberechtigt zum Fortschritt in Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft beitragen können. Selbstverständlich ist es nocht nicht. Nicht nur die Vergangenheit, auch durchaus aktuelle Entwicklungen zeigen, dass wir unserer immer komplexeren und komplizierteren Welt gut damit fahren, wenn Frauen führende Positionen innehaben. Sie verfügen wie Männer über Kompetenz und Sachverstand, bringen aber zusätzlich emotionale Qualitäten ein, die nicht nur bei Konfliktlösungen hilfreich sein können. In diesem Jahr steht der Weltfrauentag unter dem Motto “Frauen in Führungspositionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer Covid-19-Welt”. Und die Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt in Zeiten der Pandemie davor, in alte Rollenmuster zurückzufallen. Haushalt, Home-Schooling oder andere familiäre Verpflichtungen werden in der Corona-Pandemie primär von Frauen geleistet. Aber statt alte Rollenklischees weiter zu bedienen, sollte man nicht nur an einem Tag wie diesem mehr denn je Gleichberechtigung ohne eine Quotenreglung praktizieren und neugierig aufeinander zugehen. (DIFW/MAN/omnibus.news/Sr)

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