Yutong sicherte sich einen Auftrag über 741 Elektrobusse aus Katar. Foto: Schreiber, Montage: omnibus.news

Katar hat viel Wüste und bald die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Wahl zugunsten des Wüstenstaates gilt als umstritten, nicht nur, weil die Temperaturen dort im Sommer extrem hoch sind. Zudem gilt die Vergabe als finanztechnisch getrieben, um neue Märkte zu erschließen, wie das Magazin Der Spiegel schreibt. Höchsten Komfort versprechen hingegen die für die WM geplanten Stadien. Und auch mit Blick auf die Omnibusse wird es im wahrsten Sinne spannend: Mowasalat, das ÖPNV-Unternehmen in Katar hat zusammen mit der Qatar Free Zones Authority gestern eine Vereinbarung mit dem chinesischen Bushersteller Yutong getroffen, um die Elektromobilität voranzutreiben. Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sollen ein Viertel der Linienbusse rein elektrisch fahren. Der Vertrag sieht insgesamt 1.002 Busse vor, die zunächst für Shuttlefahrten mit Sportlern und Gästen im jahr 2022 zum Einsatz kommen sollen. 741 Omnibusse sollen dann in 2022 reine Elektrobusse sein. Während der Unterzeichnungszeremonie am 30. November, an zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft teilnahmen, unterzeichneten die Chinesen auch noch eine Rahmenvereinbarung zur Errichtung einer Fabrik zum Bau von Elektrobussen in Katar. “Yutong Bus wird weiterhin eng mit lokalen Partnern zusammenarbeiten, um den Aufbau des öffentlichen Verkehrssystems mit einer Lösung für grüne Energie zu beschleunigen”, sagte Shen Hui, der die Geschicke von Yutong im Nahen Osten verantwortet. Die Chinesen haben nach eigenen Angaben weltweit mehr als 130.000 Elektrobusse in mehr als 350 Städten sowie 24 Ländern auf der Straße. In Europa hat Yutong schon in Frankreich, Großbritannien und Dänemark viele Elektrobusse verkauft, jetzt konnte mit dem Auftrag aus Katar der wohl größten Elektrobus-Auftrag gewonnen werden. Die Zhengzhou Yutong Bus Co., Ltd. , so der offizielle Namen, meldet ein jährliches Verkaufsvolumen von über 70.000 Omnibussen. In über 30 Ländern auf sechs Kontinenten sind die Chinesen (mit einem Marktanteil von über 30 Prozent in China und über 15 Prozent weltweit) aktiv. (Yutong/QFZA//PM/Sr)

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