Van Hool ExquiCity XXL im Dienst der Lini AG Linien. Foto: Van Hool

Mit 24 Metern Länge und 100 Prozent emissionsfreien sowie vollelektrisch: Der ExquiCity für Linz AG Linien. Grafik: Van Hool

Beim Blick durch den Innenraum wird deutlich, warum man unweigerlich an eine Straßenbah denken muss… Foto: Schreiber

Auf der Busworld Kortrijk 2017 konnte Fachbescuher den XXL-O-Bus für Linz schon erleben. Foto: Schreiber

Mit 24 Metern Länge und 100 Prozent emissionsfreien, vollelektrischen Antrieb durch Linz: Der neue XXL-Obus, der im November 2017 bereits teilweise im Zuge von Schulungsfahrten zu sehen war, startete mit dem 28. November 2017 in den regulären Linienbetrieb. Der erste von den insgesamt 20 neuen O-Bussen ist damit offiziell auf den Straßen von Linz unterwegs. Zu Beginn wird die Linie 46 (Hafen – Froschberg) bedient und später auch planmäßig die Linie 45 (Hauptbahnhof – Stieglbauernstraße). Bis 2019 soll dann die Erneuerung der O-Bus-Flotte auf allen vier O-Bus-Linien (41, 43, 45 und 46) abgeschlossen sein. Die Linz AG Linien investieren dafür mehr als 20 Millio-nen Euro, das entspricht etwa einer Million Euro pro Fahrzeug. „Es ist der Beginn einer neuen E-Bus-Ära in Linz“, freut sich Linz AG-Generaldirektor Erich Haider. „Die neuen O-Busse sind die aktuell längsten Busse Österreichs und setzen einen weiteren Meilenstein für den öffentlichen Verkehr im Linzer Zentralraum.“  Die XXL-O-Busse bieten um 30 Prozent mehr Platz als die derzeitigen 18 Meter langen Obusse im Fuhrpark der Linz AG Linien. Im neuen 24 Meter-O-Bus können damit rund 180 Personen befördert werden. Mit der Erneuerung der O-Bus-Flotte wird außerdem ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung umweltfreundliche Mobilität in Linz gesetzt. „Bereits im Geschäftsjahr 2016 fuhren 73 Prozent unserer Fahrgäste elektrisch. Die neuen O-Busse werden den Anteil der Fahrgäste, die vollelektrisch im Öffi-Netz unterwegs sind, weiter steigern“, so Linz AG-Vorstandsdirektorin Dr.in Jutta Rinner.

Mag. Dr. Jutta Rinner, MBA Vorstandsdirektorin Konzernservice & Verkehr. Foto: Linz AG

Den innovativen O-Bus der Firma Van Hool zeichnet aber nicht nur die umweltfreundliche und emissionsfreie Antriebstechnik aus, sondern ebenso sein einzigartiger Look. Mit dem modernen Straßenbahn-Design wird auch in optischer Hinsicht ein Zeichen für die weitere Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs in Linz gesetzt. Doch nicht nur äußerlich überzeugt der barrierefreie O-Bus in Niederflurtechnik. Auch innen hat er einiges zu bieten: Panoramafenster, Klimatisierung, WLAN und Ledersitze machen das Öffi-Fahren für die Kunden noch komfortabler. Breite Türen und weite Gänge garantieren einen optimalen Durchfluss der Fahrgäste. Die Ausstattung aller 20 Fahrzeuge beinhaltet außerdem eine abgetrennte Fahrerkabine sowie drei Doppelbildschirme mit Infoscreens. Die österreichweit einzigartigen 24 Meter langen Doppelgelenk-O-Busse besitzen zwei Elektromotoren und einen batteriebetriebenen Ersatzantrieb. Als sichtbares Zeichen für die vollelektrische und umweltfreundliche Antriebstechnik ist der neue O-Bus mit einem grün beschrifteten Nummernschild im Linzer Linienverkehr unterwegs. Der rein elektrische Ersatzantrieb mit Batterie macht es möglich, kürzere Strecken ohne Oberleitungskontakt auf umweltfreundliche und geräuscharme Art und Weise zu überbrücken. Zwei wartungsarme Asynchron-Zentralmotoren ohne Zwischengetriebe mit Fremdbelüftung, die auf die Achsen 2 und 3 wirken, treiben den Doppelgelenk-O-Bus an. Die Batterie für den Ersatzantrieb wird auf der Fahrt über den Kontakt zur Oberleitung oder durch Einspeisung von Bremsenergie geladen. Auch in diesem Bereich wird Komfort groß geschrieben: die Abnahme und das Wiedereinsetzen der Stangen (Stromabnehmer) erfolgt automatisch und von innen. „Mit der neuen O-Bus-Generation unterstreichen die Linz Linien AG einmal mehr ihre Vorreiterrolle in der E-Mobilität in Österreich und insbesondere ihre e-mobile Kompetenz“, sagt Linz AG-Vorstandsdirektorin Dr.in Jutta Rinner.

Länge läuft: 24 Meter und zwei Gelenke hat der XXL-O-Bus. Foto: Van Hool

Teilen auf: