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Bürgermeister Olaf Scholz (2.v.l.) und Hochbahn-Chef Henrik Falk (3.vl.) waren beim Start dabei. Foto: Schreiber

Bürgermeister Olaf Scholz (2.v.l.) und Hochbahn-Chef Henrik Falk (3.vl.) waren beim Start dabei. Foto: Schreiber

Kostenfrei und bequem ins Internet – Fahrgäste der meistgenutzten Buslinie Deutschlands, der MetroBus-Linie 5, können diesen Service ab sofort nutzen. Den offiziellen Startschuss für das Projekt der Hamburger Hochbahn AG gaben der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof, Hochbahn-Chef Henrik Falk und wilhelm.tel-Geschäftsführer Theo Weirich. Mit nur einem Klick sind die Fahrgäste im Netz und können direkt lossurfen. Auch die beiden U-Bahn-Haltestellen Mönckebergstraße und Borgweg der U3 bieten einen direkten WLAN-Zugang. Olaf Scholz: „Digitale Technologien geben uns die Möglichkeit, unsere Stadt noch lebenswerter und wettbewerbsfähiger zu machen. Das Thema Digitalisierung spielt in unserer Stadt eine besondere Rolle. Es markiert einen tiefgreifenden technologischen, wirtschaftlichen und letztlich gesellschaftlichen Umbruch, dessen Chancen wir beherzt entwickeln wollen.“ In den kommenden sechs Monaten sollen neben technischen Aspekten vor allem Erkenntnisse über das Nutzungsverhalten der „WLAN-Fahrgäste“ gesammelt werden. Partner der Hochbahn im Pilotbetrieb ist das Norderstedter Unternehmen wilhelm.tel. Zum Ende des Pilotbetriebes sollen im Herbst die Ergebnisse ausgewertet werden und eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fallen. Ziel ist ein flächendeckender Zugang in allen Bussen und U-Bahn-Haltestellen. Derzeit fahren knapp 1 000 Busse für die Hochbahn, und es gibt 91 U-Bahn-Haltestellen. Henrik Falk: „Unser WLAN-Angebot ist eine Antwort auf das Nutzungsverhalten vor allem junger Menschen. Unsere Fahrgäste sind zunehmend online, und das auch mobil. Mit einem komfortablen und kostenfreien WLAN machen wir den öffentlichen Nahverkehr gerade für diese Kundengruppe, die wir langfristig an uns binden wollen, noch passender. WLAN ist aber auch ein wichtiger Schritt, digitale Prozesse in unserer Branche nach vorne zu treiben. Hier liegt ein großes Potential für Informations-, Kommunikations- und Vertriebsthemen.“ Die technische Leistungsfähigkeit ist auf die zu erwartenden Nutzerzahlen ausgelegt. In den Haltestellen, die über Glasfaserkabel angebunden sind, können bis zu 500 Nutzer gleichzeitig surfen, in den Bussen können sich bis zu 100 Nutzer gleichzeitig anmelden. Hier beträgt die Übertragungsgeschwindigkeit 1 Mbit/Sekunde und die tägliche Datenmenge pro Nutzer und Tag 100 MB. Das ermöglicht über die LTE-Verbindung des Routers ins Internet ein komfortables Surfen für alle Fahrgäste. In das MobyKlick-Netz gelangt der Fahrgast im „One-Click-Verfahren“. Mit aktiviertem WLAN und geöffnetem Internetbrowser erfolgt nach dem Aufruf einer beliebigen Seite die Anmeldemaske, auf der die AGB bestätigt werden müssen. Danach wird die Verbindung hergestellt. Die Anmeldung gilt immer für den kompletten Tag. Einmal angemeldet verbindet sich das mobile Endgerät bei jedem Zugang zum Bus und zur U-Bahn-Haltestelle. Jede Nacht um 2 Uhr werden die Anmeldungen gelöscht.

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