Der Bustourismus ist zweifelsohne ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Grafik: BDO

Der Bustourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland – Tendenz steigend. So lässt sich das Ergebnis der Studie „Wirtschaftsfaktor Bustourismus In Deutschland“, die vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Berlin initiiert wurde, zusammenfassen. Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif e.V.) hat als unabhängiges Institut die umfassenden Untersuchungen vorgenommen und die Studie erstellt. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2015. Anhand von aktuellen konkreten Belegen arbeitet die 2. Auflage der Studie den ganz direkten und Wirtschaftszweige übergreifenden Mehrwert des Bustourismus heraus. Die neue Studie belegt die große wirtschaftliche Bedeutung des Bustourismus in Deutschland. Löhne, Gehälter und Gewinne summieren sich auf 6,5 Milliarden Euro. Arbeitsplätze in Busunternehmen haben dabei eine Hebelwirkung für weitere Branchen. Die Bustourismusbranche verzeichnet nicht nur zweistellige Milliardenumsätze und starkes Wachstum. Sie schafft auch Beschäftigung für viele Menschen. Ein Wachstumsmotor für den Bustourismus ist seit der Marktliberalisierung 2013 ebenfalls der Fernbus. Die Wirtschaftsleistung dieses Segments mit Fokus auf Fahrgäste mit touristischem Hintergrund wurde innerhalb der vorliegenden Studie erstmals ermittelt. Im Jahr 2015 nutzten insgesamt rund 23,2 Millionen Fahrgäste den Fernbus. Etwa 80 Prozent aller Fernbusreisenden sind als touristisch anzusehen. So können auf das vergleichsweise junge Verkehrsmittel 5,5 Millionen Übernachtungen in gewerblichen oder privaten Beherbergungsbetrieben durch Reisende mit dem Fernbus zurückgeführt werden. Neben dem Gesamtbruttoumsatz von 322 Millionen Euro für die Tickets entstehen pro Fernbustourist und Tag Zusatzausgaben in Höhe von 52,50 Euro für Gastgewerbe, Einzelhandel und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Wer sich für alle Details interessiert, der kann die Studie auf der Website des bdo herunterladen.

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