"Wir sitzen doch alle im selben Bus!" - Unter diesem Motto fordern Wuppertals Busfahrerinnen und Busfahrer ihre Fahrgäste auf, Wünsche, Lob und Kritik zum Busfahren zu äußern.

“Wir sitzen doch alle im selben Bus!” – Unter diesem Motto fordern Wuppertals Busfahrerinnen
und Busfahrer ihre Fahrgäste auf, Wünsche, Lob und Kritik zum Busfahren zu äußern.

Mit einer pfiffigen Aktion wollen die Busfahrer der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) ihr Image verbessern:Unfreundlich, unpünktlich, wenig Ahnung von Tarifen und Fahrplänen und eine fahrgastunfreundliche Fahrweise – das dürften die häufigsten Kritikpunkte der Kunden sein. Ob diese Kritik berechtigt ist oder nicht, sie bestimmt das Bild, das die Wuppertaler von ihren Busfahrern haben. „So sind wir aber nicht“, sagen die und haben sich eine Aktion überlegt, mit der sie ihr Image bei Fahrgästen und in der Öffentlichkeit verbessern möchten. „Der überwiegende Anteil der Kolleginnen und Kollegen bringt die Fahrgäste pünktlich und sicher ans Ziel“, sagen die Initiatoren der Aktion. Sie wünschen sich mehr Respekt von ihren Fahrgästen – gerade auch, wenn es mal nicht so gut läuft. Ein besseres Miteinander im Bus ist das Ziel der Kampagne, die am 19. Oktober startete. Dabei möchten die Fahrer in einen Dialog mit ihren Fahrgästen treten. Die haben dann die Möglichkeit, Anregungen, Wünsche, Lob und Kritik in Bezug aufs Busfahren mitzuteilen. Dafür gibt es in einigen Bussen auf ausgewählten Buslinien sowie in 50 Wartehäuschen an Haltestellen Aktionsflächen, auf denen die Kunden eine Notiz hinterlassen können. Die beschrifteten Zettel  werden eingesammelt und ausgewertet. „Wir sind selbst sehr gespannt, was unseren Fahrgästen beim Busfahren wichtig ist“, sagen die Fahrer, „auf viele Dinge wie Fahrpläne, Linienangebot oder die Ausstattung der Busse haben wir natürlich keinen Einfluss, aber was das Miteinander im Bus angeht: Da werden wir die Anregungen gerne aufnehmen.“ Wichtig ist allen Beteiligten, dass es nicht in erster Linie um einen besseren Kundenservice im Wuppertaler ÖPNV geht, sondern um das Verhältnis von Mensch zu Mensch im Bus zwischen der Frau oder dem Mann am Steuer und den Fahrgästen. Denn schließlich sitzen wir doch alle im selben Bus…

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