In Katar wurde das weltgrößte E-Bus-Depot eingeweiht. Foto: QatarMinistryofTransport

ABB liefert die Ladatechnik für die Elektrobbusse von Yutong. Foto: ABB

Yutong hat die Elektrobusse entsprechend des Einsatzortes den lokalen Bedürfnissen angepasst. Foto: QatarMinistryofTransport

Während des FIFA-Turniers fahren Elektro-Gelenkbusse vom Lusail-Stadion zum Al Bayt-Stadion in Al Khor. Foto: QatarMinistryofTransport

Nach Angaben des Qatar Ministry of Transport ist das Lusail-E-Busdepot aktuell das größte auf der ganzen Welt. Foto: QatarMinistryofTransport

Die Welt blickt nach Katar: Diesmal nicht wegen der von Amnesty International erhobenen Vorwürfe der Ausbeutung und Zwangsarbeit beim Bau der Stadien, sondern weil Katars Verkehrsminister Jassim Saif Ahmed Al-Sulaiti mit dem Lusail-Busdepot das größte elektrische Busdepot der Welt eingeweiht hat.

Stolze 478 Elektrobusse kann das Depot nach Angaben der Betreiber bedienen. Das Lusail-Busdepot ist auch das erste im Nahen Osten, das auf Solarenergie setzt und dafür mit 11.000 PV-Solarzellen ausgestattet wurde. So könnten täglich 4 Megawatt Strom erzeugt werden.

Das Busdepot ist in drei Bereiche unterteilt. Der erste Bereich umfasst die 478 Stellplätze für Elektrobusse und die 248 elektrischen Ladestationen sowie Gebäude für Reparaturen, Inspektion und Reinigung (Waschen und Staubsaugen!). Der zweite Bereich dem Personal (geplant wurde für 1.400 Mitarbeiter) zur Verfügung, neben den entsprechenden Verwaltungs- und Betriebsräumen gibt es noch auch Restaurants, Freizeiteinrichtungen und religiöse Einrichtungen.

Der dritte Bereich des E-Bus-Depots verfügt über einen speziellen Bereich für die Elektrobusse des Bus-Rapid-Transit-Systems (BRT), die während des FIFA-Turniers für einen effizienten Transport zwischen dem Lusail-Stadion und dem Al-Bayt-Stadion in Al Khor sorgen sollen. Dafür wurden 24 Stellplätze mit 24 elektrischen Ladegeräten vorgesehen.

Die Elektrobusse liefert Yutong, Mowasalat, das ÖPNV-Unternehmen in Katar, hat zusammen mit der Qatar Free Zones Authority eine Vereinbarung mit dem chinesischen Bushersteller getroffen, um die Elektromobilität voranzutreiben. Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sollen ein Viertel der Linienbusse rein elektrisch fahren.

Der Vertrag sieht insgesamt 1.002 Busse vor, die zunächst für Shuttlefahrten mit Sportlern und Gästen im Jahr 2022 zum Einsatz kommen sollen. 741 Omnibusse sollen dann in 2022 reine Elektrobusse sein. Nun wurde die Anzahl korrigiert: 888 Yutong-Busse werden die Hauptträger des weltbesten Fußballereignisses sein.

Nach der offiziellen Inbetriebnahme des E-Bus-Depots in Lusail wird sich das internationale Betriebs- und Wartungsteam von Yutong im E-Bus-Depot niederlassen und für die tägliche Wartung der Busse, die technische Beratung und das weitere Lebenszyklusmanagement der Busse verantwortlich sein, wie der Hersteller mitteilt.

Die Elektrobusse aus China sind an die lokalen Beförderungsbedürfnisse sowie Wetterbedingungen angepasst, mit einem effizienten Flüssigkeitskühlsystem und einer 350-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie ausgestattet. Bei voller Ladung biete der Bus eine durchschnittliche Reichweite von über 200 km, so die Aussage von Yutong.

Für das Projekt wird ABB die Ladeinfrastruktur liefern, mehr als 125 MW Ladeleistung, 1.300 Steckverbinder für das Laden am Zielort und 89 Gelegenheitsladegeräte wurden bestellt. Mit dieser Ladelösung kann die gesamte Elektrobusflotte von Mowasalat über Nacht in den Depots und während des Betriebs aufgeladen werden, ohne den regulären Betrieb zu beeinträchtigen. (ABB/QatarMinistryofTransport/Yutong/PM/Sr)

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