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Neu von Van Hool: Ein ExquiCity mit Wasserstoffantrieb. Foto: Van Hool

Van Hool hat mit der französischen Stadt Pau einen Vertrag über die Lieferung von acht ExquiCity geschlossen. Das Besondere: Die Trambusse bekommen einen Wasserstoffantrieb. Der Einsatz von Bussen mit Wasserstoffantrieb ist für Frankreich eine Premiere und es ist sogar eine Weltpremiere für ein komplettes BRT-System (Bus Rapid Transit) mit 18 Meter langen Gelenk-Trambussen. Zum ersten Mal wird die Wasserstofftechnologie als Antrieb in einen Trambus integriert. Bei diesem völlig neu entwickelten Fahrzeug handelt es sich um einen 18,61 Meter langen Gelenk-Trambus, der bis zu 125 Passagiere befördern kann und eine Reichweite von 300 km hat. Die acht bestellten Exqui.City werden in der zweiten Jahreshälfte 2019 an Syndicat Mixte de Transports urbains – Pau Portes des Pyrénées und Société de Transport de l’Agglomération Paloise geliefert. Der Bus verfügt über einen Hybridelektroantrieb: Einerseits werden Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) über die Elektrolyse in Echtzeit in der Brennstoffzelle in Elektrizität umgewandelt und andererseits wird der Antrieb bei Bedarf über die Lithiumbatterien und Elektromotoren unterstützt. Selbst die beim Bremsen freigesetzte Energie wird wieder aufbereitet. Dank dieser „Null-Emissionen“-Technologie werden keine Treibhausgase oder luftverschmutzende Stoffe beim Betrieb freigesetzt. Das Fahrzeug gibt lediglich Wasserdampf ab. Ein weiterer Vorteil von Bussen mit Wasserstoffantrieb ist die Reichweite von über 300 Kilometern und die schnelle Betankung – nur 10 Minuten. Außerdem zeichnen sich Trambusse durch sehr viel Komfort, Sicherheit und eine optimale Informationsweitergabe an die Fahrgäste aus und ermöglichen einen schnellen Passagierfluss, wie Van Hool mitteilt. Nicht zuletzt fährt das Fahrzeug überwiegend auf einer eigenen Spur, was eine optimale Servicegeschwindigkeit garantiert. Der Trambus ist eine effiziente und preisgünstigere Alternative zu einer Straßenbahn, für die in Bezug auf Ausrüstung und Infrastruktur höhere Investitionen eingeplant werden müssen. Für Filip Van Hool, CEO von Van Hool, handelt es sich hier um eine aussagekräftige Entwicklung für das Unternehmen: „Van Hool freut sich darauf, seine umfassenden Erfahrungen mit Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb für das neue Trambus-System in Pau einsetzen zu können. Eine Herausforderung für die wir in Koningshooikt nur zu gerne mit voller Kraft arbeiten. Wir bringen die Erfahrung und das Selbstvertrauen mit, um dieses wichtige Projekt erfolgreich umsetzen zu können. Erstens konnte Van Hool bereits über 50 Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb verkaufen (32 in Europa und 21 in Nordamerika) und zweitens konnten wir in 13 europäischen Ländern und in Martinique rund 200 Trambusse einführen. Die einzigartige Kombination aus Trambus und Wasserstoffantrieb ist zweifelsohne ein neuer Meilenstein im modernen, umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrssystem.“ François Bayrou, Präsident der Communauté d’agglomération Pau Béarn Pyrénées: „Die Agglomeratie Pau Béarn Pyrenees hat sich bewusst für einen innovativen Wasserstoffantrieb entschieden, der eine „Null-Emissionen“-Lösung ermöglicht, sodass ein alltägliches Transportmittel wie ein Bus sich zu einem umweltfreundlichen Projekt entwickelt, das gut ist für den Menschen.“ Dieses Bus-Projekt ist Teil einer proaktiven Politik im Bereich nachhaltige Mobilität, Schutz von Umwelt und der Lebensumgebung von Pau sowie dem Ballungsgebiet. Das Trambus-Projekt in Pau ist somit der Motor für eine neue Art der Mobilität im Dienst einer besseren, nachhaltigen Lebensqualität in der Stadt, der die ökonomische und wohnfreundliche Attraktivität zugutekommt. Das Projekt 3Emotion in dessen Rahmen die Busse mit Wasserstoffantrieb geliefert werden, wird über den FCH JU unter Finanzhilfevereinbarung 633.174 und durch verschiedene lokale Behörden gefördert.

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