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Die Busse fahren wieder, der Warnstreik ist beendet. Grafik: omnibus.news / Foto: Schreiber

In Schleswig-Holstein hatten Hunderte Busfahrer der kommunalen Verkehrsunternehmen in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg am 1. März die Arbeit niedergelegt, nachdem am Tag zuvor die Tarifverhandlungen ohne Einigung geblieben war. Mehr als 570 Busfahrer und Werkstatt-Mitarbeiter beteiligten sich laut der Gewerkschaft ver.di mit Beginn der Frühschicht am Warnstreik. Alle Linienbusse der kommunalen Busbetriebe blieben in den Depots. In Kiel standen die Busse der KVG seit Betriebsbeginn um 4 Uhr morgens in den Depots, nur die Omnibusse der Kieler Autokraft bedienten ihre Linien. In der Hansestadt Lübeck standen mehr als 130 Linienbusse still. In Lübeck waren auch Linien betroffen, die die umliegenden Gemeinden, wie beispielsweise Bad Schwartau, anbinden. Der Warnstreik der Busfahrer sorgte vor allem im Schüler- und Berufsverkehr für Einschränkungen. In Kiel, Flensburg, Neumünster und Lübeck sollen von dem Warnstreik rund 120.000 Fahrgäste betroffen gewesen sein, teilte ver.di mit. “Die Arbeitgeber haben ein Angebot von 2,2 Prozent vorgelegt – das ist aus Sicht unserer Kolleginnen und Kolleginnen völlig ungenügend”, hatte ver.di-Verhandlungsführer Gerhard Mette im Vorfeld des Streiks erklärt. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe in den vier Städten monatlich 145 Euro brutto mehr. Der Kommunale Arbeitgeberverband reagierte mit Unverständnis auf den Warnstreik-Aufruf. Ver.dis Forderung entspreche einer Erhöhung um mehr als fünf Prozent. Das sei überzogen, sagte Verbandsgeschäftsführer Wilfried Kley. Er fürchtet um die Wettbewerbsfähigkeit der kommunalen Verkehrsbetriebe im Konkurrenzkampf mit privaten Anbietern. Die Tarifverhandlungen für die Busfahrer sollen am 23. März in Flensburg weitergehen.

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