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VWG Oldenburg

Blick auf den Betriebshof der VWG aus Oldenburg. Foto: VWG

Um den Betrieb des städtischen Busverkehrs in Oldenburg ab 2018 ist ein Kampf entbrannt: Der Landesverkehrsgesellschaft in Hannover liegen nun zwei Anträge von Unternehmen vor, die eine Genehmigung beantragen. Nachdem ein Konsortium aus vier privaten Betrieben aus der Region (Bruns aus Varel, Janssen aus Wittmund, Meyering aus Lingen und Rahden aus Schwanewede) versprach, den bestehenden Betrieb ohne staatliche Zuschüsseaufrecht zu erhalten, meldet sich nun auch die VWG selbst zu Wort un sagt, man könne den ÖPNV selbst auch ohne Zuschüsse darstellen. Die VWG – Gesellschafter sind Stadt (74 Prozent) und der örtliche Energieversorger EWE (26 Prozent) – sieht offenbar die Gefahr, dass es den Privaten gelingen tatsächlich könnte, die Landesverkehrsgesellschaft von ihrer Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Denn die VWG hat eine 100-prozentige Tochter, die Verkehr und Versorgung GmbH gegründet, die ebenfalls einen so genannten eigenwirtschaftlichen Betrieb beantragt. Ob das kommunale Unternehmen das Versprechen einhalten kann, wird vom Wettbewerb bezweifelt. Die VWG selbst gibt aufgrund des laufenden Verfahrens kein Statement ab. Als das private Konsortium seinen Antrag abgab, war die VWG weniger zurückhaltend: Der kommunale Verkehrsbetrieb hielt es für ausgeschlossen, dass der Busverkehr in Oldenburg mit den entsprechenden Vorgaben ohne Zuschüsse ausgeführt werden könne. Und die VWG legte sogar noch nach: Die Ausschreibung sehe neben dem Busbetrieb Schritte zur Luftreinhaltung vor, den Betrieb einer Mobilitätszentrale und die sogenannte Echtzeit-Auskunft für Buskunden vor. Das sich die VWG damals ohne öffentliche Gelder nicht vorstellen. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen, der Interessenverband privater Unternehmen im Land, hält den Stadtverkehr dagegen für so ertragsstark, dass staatliche Zuschüsse nicht nötig seien. Die Landesverkehrsgesellschaft will bis Anfang Dezember über die beiden Anträge entscheiden.

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