Der Elektrobus ENS electric von SOR stromert zu Testzwecken in Berlin. Foto: BVG / Kremmin

Vítejte! Oder einfach “Willkommen”, wie der Tscheche sagt. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) begrüßen den nächsten Elektrobus zum Test. Die Begrüßung verrät, dass die Berliner zum ersten Mal einen Elektrobus des tschechischen Herstellers SOR Libchavy erproben. Seit dem heutigen Montag, 29. Januar 2018 ist dieser auf der Linie 204 zwischen Südkreuz und Zoologischer Garten (Hertzallee) unterwegs – zusätzlich zum Fahrplan. Der Tscheche ist bereits der siebte Elektrobus den die BVG testet, er bleibt voraussichtlich bis zum 9. Februar 2018 in Berlin. Der ENS electric von SOR ist ein 12 Meter Elektrobus der neuesten Generation. Das komplett neue Design und Konzeption der Karosserie sollen eine optimale Integration des elektrischen Antriebs zulassen, so die Tschechen. Die Batterien sind im Dach untergebracht. Die Klimatisierung erfolgt über eine Wärmepumpe. Der SOR-Elektrobus bietet in der Standardbestuhlung 35+1 Sitzplätze und 50 Stehplätze. Es stehen unterschiedliche Ladevarianten zur Verfügung wie z.B. Standardladung mit 21 kW oder Schnellaufladung mit mit Roboterhand 150 kW. Ladungen über Pantographen können ebenfalls optional Verwendet werden. In Berlin werden die Batterien des Test-Busses werden über Nacht per Stecker auf dem Betriebshof Indira-Gandhi-Straße geladen. Basierend auf den Herstellerangaben erwarten die Fachleute der BVG im Linieneinsatz eine Reichweite von circa 160 Kilometern. Derzeit läuft der Beschaffungsprozess von E-Bussen. Die ersten elektrisch betriebenen 12-Meter-Busse sollen bis Ende des Jahres an die BVG ausgeliefert werden.

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