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IGES hat ein verhaltenes Wachstum im Fernbusmarkt ermittelt. Grafik: IGES

IGES hat ein verhaltenes Wachstum im Fernbusmarkt ermittelt. Grafik: IGES

Die vierteljährliche Marktanalyse des IGES Instituts zeigt, dass nach einem Rückgang der Fahrten und mehreren Übernahmen seit Jahresbeginn der deutsche Fernbusmarkt wieder wächst, wenn auch verhalten. Zugleich steigen die Ticketpreise leicht, wenngleich die Kunden dies kaum spüren dürften. Relevante Auswirkungen auf die Profitabilität des Geschäfts der Busanbieter ergeben sich daraus jedoch nicht. Die Anzahl der wöchentlichen Hin- und Rückfahrten stieg im dritten Quartal um 24 auf 4.258, obwohl die Zahl der angebotenen Strecken stagniert. So gibt es weiterhin knapp 300 Fernbus-Routen. Die 4.258 Fahrtenpaare pro Woche sind zwar immer noch 395 weniger als zu Jahresbeginn, dennoch 94 mehr als im Vergleichszeitraum 2015. Für Kunden kaum spürbar ziehen derzeit die Ticketpreise leicht an. Dies betrifft insbesondere die Normalpreise, die sich in den vergangenen Monaten von durchschnittlich unter 9 Cent auf nun rund 9,2 Cent pro Kilometer verändert haben. Auch bei den Angebotspreisen sind einzelne Preissteigerungen sichtbar, die jedoch noch nicht auf die gemessenen Gesamtmarktpreise durchschlagen. „Die Tendenzen zu leichten Preissteigerungen werden den wirtschaftlichen Druck auf die Unternehmen aber kaum verringern. Der im August bekanntgegebene Verkauf der Postbuslinien an den Marktführer Flixbus ist ein starkes Indiz dafür, dass der Fernbusmarkt immer noch Profitabilitätsprobleme hat“, sagt der IGES-Geschäftsführer, Christoph Gipp. Der wirtschaftliche Erfolg hänge maßgeblich von Faktoren wie Auslastung, Mix der verkauften preiswerten und teuren Tickets sowie den jeweiligen Kostenstrukturen im Busbetrieb ab. Und dennoch lockt der deutsche Markt weiter. Seit Juli bedienen die österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit der Marke Hellö ausgehend von Wien und Innsbruck innerdeutsche Strecken. Sie erreichen damit gemessen an Fahrplankilometern einen Marktanteil von einem Prozent. „Neue, auch ausländische Fernbusanbieter sehen immer noch Potenziale, in Konkurrenz zu Bahn und Flugzeug Kunden für Fernbusfahrten zu gewinnen. Dafür sprechen die weiterhin steigenden Fahrgastzahlen“, so Gipp. Auch in diesem Jahr sei mit einer weiteren Zunahme der Fahrgastzahlen zu rechnen. 2015 fuhren 20 Millionen Menschen Fernbus. Die Linien des Postbusses eingerechnet hält der Marktführer Flixbus einen Marktanteil von derzeit knapp 80 Prozent, gemessen an Fahrplankilometern. Platz zwei mit rund 14 Prozent Marktanteil haben die Busmarken der Deut-schen Bahn, Berlin Linienbus und IC Bus, inne. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Januar. Diese Zunahme geht vor allem auf ein Fahrtenplus bei der Marke Berlin Linienbus zurück, während der IC Bus weiter nur ein Prozent Marktanteil generiert.

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