Der Fahrerarbeitsplatz in der neuen Citea-Generation setzt Maßstäbe. Foto: Schreiber

Willem van der Leegte, Vorstandsvorsitzender der VDL Groep,ist stolz auf die neue Citea-Baureihe. Foto: Schreiber

VDL hat jetzt die neue Elektrobus-Baureihe der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Schreiber

Fahrgäste werden sich im Innenraum des neuen Citea, der wertig und aufgeräumt anmutet, sehr wohlfühlen. Foto: Schreiber

Keine Frage, wer einem Busfahrer so viel Wertschätzung für seine Arbeit entgegenbringt, wie VDL mit dem Fahrerplatz der neuen Citea-Generation, der wird der Liebling der Busfahrer, oder?! VDL hat die neue Leichtbau-Elektrobusbaureihe Citea auf der InnoTrans der Öffentlichkeit präsentiert.

Vieles hat sich verändert. Einen Fokus bei der neuen Baureihe, die komplett als reiner Elektrobus von Grund auf neu gedacht wurde, haben die Designer Rik de Reuver (Modyn Design) und Bram Veendrick (VDL Design) auf den Fahrerplatz gelegt. Und ihn dabei revolutioniert, mehr Wertschätzung für einen Busfahrer geht nicht!

Gutes Design ist wenig Design, hier bleibt VDL beim neuen Citea der hauseigenen Philosophie treu. Einfach und gut, eine runde Sache möchte man mit Blick auf den optischen Auftritt der neuen Baureihe sagen. Mit einer reduzierten und klaren Formensprache verzichtet VDL bewusst auf Spektakuläres.

Wobei, der neue Fahrerarbeitplatz ist doch irgendwie etwas Besonderes, weil er mit der Tradition der sogenannten VÖV-Banane, ein gewölbtes, aus heutiger Sicht unaufgeräumtes Cockpit mit Stand sder echziger Jahre, bricht. In drei Zonen haben die kreativen Köpfe die Schalter und Anzeigen eingeteilt.

Je nach Bedarf, was binnen zehn Minuten oder einer halebn Stunden immer wieder einmal zum Einsatz kommt, wurden Schalter und Anzeigen in die Zone A, B oder C eingeteilt und dem Sicht- sowie Greiffeld des Busfahrers zugeordnet. Respekt, in Deutschland endete bereits Mitte der neunziger Jahre die Standardisierung.

Wesentliche Komponenten, u.a. die Armaturentafel, wurden weiterhin vereinheitlicht, um einen schnellen Fahrerwechsel ohne Umgewöhnung im laufenden Betrieb gemischter Fuhrparks zu ermöglichen. Der VDV-Arbeitsplatz war geboren, mit einheitlichen Abmessungen, überschuabarer Instrumentierung, definierter Verteilung der Schalter und Anzeigen.

Auch die Verstellung von Lenkrad und Armaturenträger war schon erfunden. Premiere feierte das Cockpit auf dem UITP-Kongress 1997 in Stuttgart. Jetzt zeigt VDL, wie es besser geht, denn der Fahrerarbeitsplatz ist zweifelsohne vernachlässigt worden und in die Jahre gekommen.

Wie gut das Design (zu dem auch die Gestaltung des Fahrerarbeitsplatzes gehört) der neuen Citea-Baureihe ist, zeigen schon direkt nach der pandemiebedingten digitalen Vorstellung erste Auszeichnungen. Die wichtigste Anerkennung dürfte die der Jury des weltweit renommiertesten Designwettbewerbs Red Dot sein, hier lobte die Jury die „hohe Gestaltungsqualität und das herausragende Design“. 

„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass der Busfahrer eine wichtige gesellschaftliche Rolle spielt“, sagt Alex de Jong, Business Manager Public Transport. „Sie sorgen dafür, dass die Kinder zur Schule gebracht werden und das Betreuungspersonal pünktlich zur Arbeit kommt. Ein zufriedener Fahrer war schon immer einer unserer wichtigsten Botschafter.”

In Vorbereitung auf die Einführung der neuen Citea-Generation haben unsere Forscher Dutzende von Fahrern befragt in mehreren europäischen Ländern, um ihre Bedürfnisse zu ermitteln. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehenlassen, es weckt auch Begehrlichkeiten – bei Busfahrern und beim Wettbewerb.

Was ist ihnen wichtig, was fehlt, was muss geändert werden und was läuft gut? VDL Bus & Coach hat auch mit Branchenverbänden und Universitäten des öffentlichen Verkehrs zusammengearbeitet. Basierend auf den Ergebnissen wurde der Gestaltung einer optimalen Fahrerkabine in der neuen Citeas-Generation hohe Priorität eingeräumt.

Schließlich ist es den ganzen Tag der Arbeitsplatz des Fahrers. In puncto Ergonomie, Bedienkomfort, Komfort und Sicherheit wurden also keine Abstriche gemacht. Die verbesserte Fahrerkabine der neuen Citeas-Generation wurde mehrfach von Wissenszentren und Industrieverbänden getestet.

Das Konzept wurde auch vom niederländischen Industrieinstitut Gezond Transport und dem deutschen Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) validiert. Bei der neuen Citea-Generation wurde nicht nur die Sitzposition des Fahrers stark verbessert, sondern auch die Lenksäule mit größerem Verstellbereich und geringeren Lenkkräften für optimalen Komfort.

Für die Fahrer mit unterschiedlichen Körpergrößen gibt es flexible und umfangreiche Einstellmöglichkeiten und ausreichend Stauraum. Forschungsergebnisse zeigen, dass viel Zeit und Energie in die Verbesserung der Fahrzeug-Fahrer-Interaktion und der Sicherheitssysteme investiert wurde. Auch künftige Entwicklungen bei Bezahlsystemen und autonomem Fahren wurden antizipiert.

Für VDL Bus & Coach ist eine attraktive Designsprache ein wichtiger Vorteil, um mehr Menschen dazu zu bringen, sich für öffentliche Verkehrsmittel zu entscheiden. Licht hat einen großen Einfluss auf das Reiseerlebnis und ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Designphilosophie von VDL Bus & Coach.

„Bei der Entwicklung der neuen Citea-Generation konnten wir bei Null anfangen,“ erinnert sich Rik des Reuver. Und das im wahrsten Sinne, der Ausgangspunkt war das ideale Layout eines Linienbusses, und auch des Fahrerarbeitsplatzes, ohne Rücksicht auf Vorgaben, die der Antrieb technisch bedingt machen muss.

VDL hat mit der nächsten Generation des Citea eine neue Ära eingeläutet. Nicht nur mit Batterien im Boden, auch mit dem Fahrerarbeitsplatz oder den Verbundwerkstoffen. Die Buswelt darf sich auf einen Linienbus freuen, der in der Branche neue Maßstäbe setzen wird. (Modyn/VDL/Schreiber/omnibus.news/Sr)

Mit dem VDL-Design ist die VÖV-Banane endgültig Geschichte. Foto: Schreiber

Designer Rik de Reuver ist der kreative Kopf hinter dem Gestaltungskonzept der neuen Citea-Generation. Foto: Schreiber

Die Anordnung von Innenraumspiegel und Monitor des Spiegelersatzsystems ist mit Blick auf die Funktion sehr gut gelungen. Foto: Schreiber

Holland Oto hat pünktlich zur Premiere den neuen Citea im Maßstab 1/87 fertiggestellt. Foto: Schreiber; Montage: omnibus.news

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