KVB-Pressekonferenzam 26.10. kurz vor der Präsentation des neuen E-Bus.

KVB-Pressekonferenzam 26.10. kurz vor der Präsentation des neuen E-Bus.

v.l.n.r. Boris Höltermann (VDL), Jörn Schwarze (KVB), Rémi Henkemans (VDL), Michael Groschek (NRW-Verkehrsminister), Jürgen Fenske (KVB Vorstandvorsitzender).

v.l.n.r. Boris Höltermann (VDL), Jörn Schwarze (KVB), Rémi Henkemans (VDL), Michael Groschek
(NRW-Verkehrsminister), Jürgen Fenske (KVB Vorstandvorsitzender).

Der neue VDL Citea SLFA 180 E-Bus vor der KVB-Werkstatthalle auf dem Betriebshof Nord.

Der neue VDL Citea SLFA 180 E-Bus vor der KVB-Werkstatthalle auf dem Betriebshof Nord.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) stellen die Bus-Linie 133 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 auf den Betrieb mit vollelektrischen Gelenkbussen um. Hierzu hat die KVB beim niederländischen HerstellerVDL Bus & Coach im Juli des vergangenen Jahres insgesamt acht batteriebetriebene Gelenkbusse bestellt. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Investition mit insgesamt 1,92 Millionen Euro. Der erste E-Bus wurde jetzt durch den Hersteller VDL offiziell an die KVB übergeben. Die weiteren sieben E-Busse erreichen die KVB in den nächsten Wochen. Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB: “Mit der Auslieferung des ersten E-Busses ist die nächste wichtige Etappe auf dem Weg zur ersten Elektrobus-Linie in Köln erreicht. Ab Dezember 2016 fahren rund 9.000 Fahrgäste auf der Linie 133 täglich CO2- und abgasfrei. Diese Investition war jedoch nur möglich, weil das Land Nordrhein-Westfalen mit einer Förderung von 1,92 Millionen Euro und die KVB mit 1,25 Millionen Euro die Mehrkosten im Vergleich zu herkömmlichen Dieselbussen ausgeglichen haben.” Der Erwerb der acht E-Busse kostet 5,6 Millionen Euro. Ein batteriebetriebener Gelenkbus kostet 696.000 Euro; ein herkömmlicher Gelenkbus mit Dieselantrieb rund 300.000 Euro. Hinzu kommen Kosten zur Anpassung der Infrastruktur in der Werkstatt und wissenschaftliche Beraterleistung. “Elektromobilität ist die Zukunft”, sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. “Das Geld, das das Land in dieses Projekt investiert, ist gut angelegt.” Die KVB selbst übernehme 70 Prozent der Kosten. Die KVB ist das erste Unternehmen, das eine bestehende Linie komplett auf den Verkehr mit batteriebetriebenen Gelenkbussen umstellt. Mit dem E-Bus-Projekt gewinnen die KVB und der Hersteller VDL wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik, der Ladetechnik in der Werkstatt und auf der Strecke sowie in der Wartung der Fahrzeuge. Die batteriebetriebenen, 18 Meter langen Gelenkbusse bieten den Fahrgästen, genauso wie die konventionellen Gelenkbusse des Unternehmens, 48 Sitz- und 110 Stehplätze. Sie besitzen drei Türen und sind durchgängig barrierefrei. Für den Fahrgast besteht kein Unterschied in der Nutzung der Busse. In diesen Monaten baut die Rhein-Energie zusammen mit dem niederländischen Unternehmen Heliox an den Endhaltestellen insgesamt drei Lademasten zur Zwischenladung der E-Busse auf. An den Endhaltestellen werden die E-Busse nach ihrer Ankunft jeweils mit einer Ladeleistung von bis zu 240 Kilowatt (kW) zwischengeladen. Die Busse verfügen über einen ausfahrbaren Stromabnehmer, der an der Ladehaube des Lademastes andockt.

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