Premiere in Bonn: Ein Elektro-Gelenkbus aus polnischer Produktion. Foto: Solaris

Solaris hat Ausschreibung für die Lieferung von drei Elektro-Gelenkbusse der Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH gewonnen. Das ist die erste Lieferung des polnischen Herstellers für die Bonner, die den Urbino 18 electric mit den hauseigenen High Energy+ der neuen Generation von Solaris noch in diesem Jahr erhalten werden. Wichtigste Bedingung der Stadtwerke war eine Mindestreichweite von 200 km mit einer Ladung über einen Zeitraum (unabhängig von Wetter und Straßenverhältnissen) von 12 Jahren. Um dieser Forderung gerecht zu werden, setzten die Polen auf ihre neuste Batterie-Generation, die  in sieben Batteriepacks mit 553 kWh Nennkapazität in den Bussen verbaut werden. Damit werde das Fahrzeug unabhängig von Klima- und Straßenbedingungen, mit der eingeschalteten Heizung oder Klimaanlage, voll besetzt mit Fahrgästen, die geforderten 200 km zurücklegen können, so das Versprechen von Solaris. Mit den Elektro-Gelenkbussen erhalten die Bonner auch noch ein entsprechendes Garantiepaket. Die Urbino 18 electric werden ausschließlich per Stecker geladen, was hauptsächlich in der Nacht im Depot erfolgen wird. Zwei in die Elektroachse integrierte Motoren mit einer Leistung von je 125 kW treiben die Elektrobusse an, die ausschließlich elektrisch beheizt werden. Für den nötigen Wärmekomfort wird eine effiziente und umweltfreundliche Klimaanlage mit Wärmepumpe sorgen, die für die Erreichung der entsprechenden Temperatur im Fahrzeuginnenraum die Wärme von außen nutzt. Mit an Bord sind mehrere Fahrerassistenzsysteme, wie zum Beispiel das System MobilEye Shield+, das Dank entsprechender Kameras, die außerhalb des Fahrzeugs angeordnet sind, dem Fahrer ein vergrößertes Sichtfeld rund um den Bus gibt: Die Kameras erkennen Fußgänger und Radfahrer im toten Winkel, was besonders beim Abbiegen wichtig ist. In einem der Busse ließen die Bonner zudem Kameras statt Außenspiegel einbauen. Für die Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH gibt es zudem eine ganz neue Sitzanordnung: Sie sieht ein zusätzliches Podest mit einer Bank für drei Fahrgäste im Fahrzeugheck vor. Dadurch wurde die Anzahl der Sitzplätze auf 44 erhöht, wovon 12 stufenlos erreichbar sind. Dies soll die Fahrt für Personen mit Behinderungen und Fahrgäste, die mit Kinderwagen unterwegs sind, erleichtern. Für noch mehr Komfort bietet der Betreiber seinen Fahrgästen 21 USB-Doppel-Ladebuchsen für die Aufladung mobiler Geräte, eine zusätzliche Buchse steht dem Fahrer zur Verfügung. Der deutsche Markt für elektrisch betriebene Busse entwickelt sich dynamisch und die Batteriebusse Urbino sind auf Straßen in Deutschland bereits seit 2013 zu sehen. An seine deutschen Kunden lieferte Solaris bisher 60 Batteriebusse aus, und allein 2019 wurden über 120 weitere Fahrzeuge von deutschen Betreibern bestellt, wie Solaris in der Pressemitteilung schreibt. (Solaris/PM/Sr)

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