Nach einem Unfall aus dem Verkehr gezogen: Der autonome Shuttlebus der VBSH. Foto: SwissTransitLab

In Schaffhausen kam es zu einem Unfall, der die Branche bewegt: Eine E-Bike-Fahrerin stieß mit dem autonomen Elektrobus zusammen. “Die Sicherheit hat oberste Priorität”, so Bruno Schwager, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Schaffhausen (VBSH), anlässlich der Vorstellung des autonomen Busses im März 2018. Seitdem drehte der Arma des französischen Herstellers Navya auf der Linie seine Runden. Etwas mehr als 25.000 Personen seien bisher ohne Zwischenfälle mitgefahren, so die Informationen des Betreibers. Beim Unfall sei der autonome Shuttle von der Haltestelle auf die Straße gefahren, so die Aussage zum Tathergang. Die Schaffhauser Polizei teilt ferner mit, dass die Fahrradfaherin durch das plötzliche Anfahren des autonomen Busses überrascht worden sei. Sie prallte gegen die Fahrzeugfront, Fahrrad und Bus werden dabei beschädigt. Aufgrund des Unfalls zog die VBSH sofort Konsequenzen: Der Betrieb des autonomen Busses wurde bis auf Weiteres eingestellt. Aktuell ermittelt die Schaffhauser Polizei, die nicht nur die Fahrradfahrerin, die Fahrgäste sowie die Busbegleiterin sondern auch den Hersteller der Software zu Details befragt. In einer Mitteilung der Poliziei heißt es in diesem Zusammenhang: “…Dort (beim Herstellerder Softare) wollte man sich auf Anfrage nicht zu dem Vorfall äußern.” Die Firma Amotech will die polizeilichen Ermittlungsergebnisse abwarten, bevor ein Statement abgegeben wird. Die für heute geplante Presseveranstaltung zur Erweiterung der Strecke und zur Einführung eines zweites autonomen Shuttle-Busseswurde auf einen noch zu bestimmenden Termin verschoben.

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