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Der IGES-Geschäftsführer Christoph Gipp sieht eine unter dem Strich positive Entwicklung des Fernbusmarktes.

Der IGES-Geschäftsführer Christoph Gipp sieht eine unter dem Strich positive Entwicklung des Fernbusmarktes.

IGES stellt für Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Leistungserbringer umfassendes Wissen und Instrumente bereit, damit fundierte Entscheidungen getroffen werden können. Das Institut gründet seine Arbeit seit über 35 Jahren auf hohe Sachkompetenz. IGES nutzt dabei den breiten Zugang zu eigenen und zu Datenquellen anderer Institutionen. Der deutsche Fernbusmarkt ist, wie von den IGES-Wissenschaftlern prophezeit, auch 2015 weiter gewachsen. Die Zahl der Linien legte von Januar bis Oktober um 25 Prozent auf 326 zu. Nachdem zu Beginn des Jahres die Zunahme neuer Verbindungen verhalten ausfiel, zeigen sich nunmehr die Streckenausbauten, die gleich mehrere Anbieter Anfang 2015 angekündigt hatten. Das Wachstum ist auch in der Anzahl der wöchentlichen Fahrten sichtbar, die seit Beginn des Jahres um mehr als 2.000 auf rund 9.300 zunahmen. 70 Prozent davon bedient der Marktführer MeinFernbus Flixbus. Insgesamt hat sich das Angebot gemessen an Linien und Fahrten seit der Liberalisierung zum Januar 2013 mehr als verfünffacht. Das zeigt die Marktstudie „Kompass Mobilität – Fokus Fernbus“ des IGES Instituts. Das Linienwachstum bis Oktober fällt 2015 zwar geringer aus als das im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres, das sich auf 75 Prozent belief. Der IGES-Geschäftsführer, Christoph Gipp, sieht darin jedoch eine absehbare und für den Markt unter dem Strich positive Entwicklung: „In der Gesamtbilanz wächst der Markt weiter und dies sogar zweistellig. Er tut dies jedoch konsolidierter und damit nachhaltiger.“ Zudem spiele sich ein deutliches Wachstum im Ausland ab, da deutsche Busunternehmen im Zuge ihrer Geschäftsentwicklung immer mehr rein ausländische Verbindungen anbieten. „Die Internationalisierung ist ein Zeichen dafür, dass die Anbieter neben dem klassischen Inlandsgeschäft und den Nachtbusfahrten nun in eine weitere Entwicklungsphase eingestiegen sind“, erläutert Verkehrsexperte Gipp. Nahezu unverändert bleiben die Marktanteile der größten Anbieter. Marktführer gemessen an Fahrplankilometern ist weiter das Unternehmen MeinFernbus Flixbus mit einem Marktanteil von 73 Prozent, gefolgt von dem Postbus (elf Prozent) sowie den Busmarken der Deutschen Bahn, BerlinLinienBus und IC Bus, mit zusammen sechs Prozent Marktanteil. Das aus Großbritannien stammende Busunternehmen Megabus erreicht bereits nach wenigen Monaten einen Marktanteil von drei Prozent. Veränderungen gibt es zunehmend bei kleineren Anbietern mit sehr wenigen Linien. Diese kooperieren immer häufiger mit den größeren Unternehmen und ändern ihre Rolle vom eigenständigen Betreiber zum Buspartner im Unterauftrag.

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