Der Bus ist ein Umweltschützer, wie ein Vergleich der Verkehrsträger mit Blick auf die ausgestoßenen Treibhausgase zeigt. Grafik: BDO, Montage: omnibus.news

In der Ausgabe 1/17 des Newsletter-Magazins DER BUS des Bundesverbande Deutscher Omnibusunternehmer e.V. steht die Umweltbilanz des Busverkehrs im Vordergrund. Zahlen und Fakten geben Einblicke in den heutigen Beitrag zum Schutz natürlicher Ressourcen und zeigen zukünftige Perspektiven. Einen Klimawandel gab es auf der Erde schon immer, auch wenn er heute vereinzelt immer noch bestritten oder als Erfindung der Chinesen abgetan wird. Rückblickend war es aber so, dass die Erwärmungen und Absenkungen der Temperatur der Erde sehr langsam stattfanden. So hatte die Natur ausreichend Zeit, sich auf die bevorstehenden Veränderungen einzustellen. Heute sind die Veränderungen aber nicht mehr natürlichen Ursprungs, sondern von Menschen gemacht – und das mit einer GEschwindigkeit, die zu denken gibt. In den letzten 100 Jahren haben Forscher einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von ungefähr 0,8°C gemessen. Bis zum Jahr 2100 wird durch den Klimawandel mit einem Anstieg von bis zu 6,5°C gerechnet, wenn nichts dagegen getan wird. Schon ab 2°C wird es zu gravierenden Auswirkungen kommen, wie Jahrhundertfluten, Dürren und gigantischen Wirbelstürmen. Der Klimawandel entsteht durch den Treibhauseffekt. Der ist auf die sogenannten Treibhausgase zurückzuführen, die als Gase Teil der Erdatmosphäre sind. Wissenschaftler bezeichnen sie als  strahlungsbeeinflussende gasförmige Stoffe in der Luft. Die mit Abstand meisten Treibhausgase pro Einwohner werden in den Industrienationen ausgestoßen. Im Kyoto-Protokoll wurde ein verbindliches Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase beschlossen. Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC) und  Schwefelhexafluorid (SF6) stehen dabei im Fokus. Seit 2012 wird auch Stickstofftrifluorid (NF3) als zusätzliches Treibhausgas reglementiert. Dazu kommen fluorierte Treibhausgase (F-Gase), da diese aufgrund ihrer hohen Verweildauer in der Atmosphäre ein hohes Treibhauspotenzial besitzen. Andere Treibhausgase, die indirekten Treibhausgase, wie beispielsweise Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickoxide (NOx) oder flüchtige Kohlenwasserstoffe ohne Methan (sogenannte NMVOC), sind im Montreal-Protokoll geregelt, weil sie zur Zerstörung der Ozonschicht beitragen. Das Ziel, die Emission um 5,2 % gegenüber 1990 zu senken, wurde bis 2015 nicht erreicht. Der Klimawandel kann nicht mehr vollkommen aufgehalten werden, da sind sich Experten einig. Der Klimawandel hat schon begonnen, wir können die Folgen aber noch deutlich abschwächen. Bis 2050 müssen wir verhindern, dass die Treibhausgasemissionen ansteigen, das gelingt nur, wenn wir zum Beispiel mehr mit dem Bus fahren. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (BDO) liefert in seinem Magazin Fakten und Zahlen zum Vergleich der Verkehrsträger, die zeigen, dass der Bus ein Umweltschützer auf Rädern ist: Reise- und Fernlinienbusse stoßen vergleichsweise wenig Treibhausgase aus. 32 Gramm sind es pro Personenkilometer. Der Wert liegt liegt damit niedriger als beim Schienenverkehr. Denn zum Vergleich: Bei der Eisenbahn im Fernverkehr sind es 41. Beim Pkw sogar 142. Und für das Flugzeug fallen 211 Gramm an. Insgesamt stößt der Bus lediglich 5 Prozent aller NO2-Emissionen des Straßenverkehrs aus. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten vom Umweltbundesamt. Die Fahrzeuge tragen damit wenig zur Belastung bei, können aber als Ersatz für den motorisierten Individualverkehr einen großen Beitrag zur Entlastung beisteuern. Ein Euro VI Diesel-Bus stößt heute im Durchschnitt im Realbetrieb 50 Prozent weniger NOx-Emissionen als ein moderner Pkw aus – und zwar absolut und nicht auf den Fahrgast runtergerechnet. Und: 5% – soo niedrig liegt der Ausstoß an Stickoxiden heute bei mo- dernen Euro VI Bussen im Vergleich zu den Ausgangs- werten der Vorläufermodel- le aus dem Jahr 1990. Vor allem: Die Grenzwerte wer- den tatsächlich unter realen Bedingungen eingehalten. Mehr Informationen gibt es im BDO-Magazin für Entscheider, dass auf der Website des BDO zum Download bereitsteht.

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