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Hohe Schule: Das Design des Setra S 531 DT. Grafik: Daimler

Die Hochschule für Gestaltung Ulm galt als die international bedeutendste Design-Hochschule. Nach dem Bauhaus war es die Schule, die Maßstäbe gesetzt hat. Dieser Tradition folgt das Design-Team von Setra. Unter der Leitung von Mathias Lenz entstand das wohl beste Design für einen Doppeldecker aus Ulm. Designer denken das Zukünftige, wohin die optische Reise bei Setra führt, konnte man schon vor Jahren beim Setra Design-Workshop sehen – ohne es aber zu wissen… Setra dominiert den Doppeldecker-Markt, nicht nur im Fernbus-Geschäft. Es war also keine Frage, dass die Ulmer das mit der Neuauflage des Klassikers mit einem entsprechenden Erscheinungsbild dokumentieren. Das Gesicht des Setra-Doppeldeckers S 531 DT mit dunkler Frontblende trägt stolz den silbernen Markenschriftzug und gehört damit unverkennbar zur TopClass 500. Erstmals sind beim neuen Doppeldecker die beiden Windschutzscheiben nahtlos zusammengefügt, die beiden Windschutzscheiben für Oberdeck und Unterdeck sind aus Gründen der Aero­dynamik stark gewölbt. Und sie sitzen nahtlos aufeinander und bilden so eine Einheit. Das traditionelle Blechfeld zwischen Obder- und Unterdeck verschwindet, eine Spange in Alu­miniumoptik gliedert die Stirn des Doppeldeckers. Waren Fahrtzielanzeigen für den Linieneinsatz bisher außen aufgesetzt, so finden sie nun hinter der deutlich weiter nach oben gezogenen unteren Windschutz­scheibe Platz. Aber auch der untere Abschluss kann sich sehen lassen: Eine Negativform unten im Stoßfänger lässt den hoch aufragenden Omnibus kraftvoll und breit auf der Straße stehen. An der Seitenwand haben die Designer unter der Leitung von Mathias Lenz die marken­typische Aluminiumleiste „La Linea“ weiterentwickelt: Sie erstreckt sich nun waagerecht entlang der Dachkante. Unverändert verbindet die elegante Aluminiumleiste die Scheiben im Oberdeck mit der Dachrundung. Sie verzichtet jedoch auf den Aufschwung über der Vorderachse und ist stattdessen gerade über die gesamte Länge bis zur ersten Fenstersäule nach vorn gezogen – sie streckt damit den S 531 DT. Die üppige Verglasung ist in Höhe des hinteren Aufgangs durch einen Gegenschwung gekennzeichnet: Er verleiht dem Doppeldecker Dynamik. Mit gleich mehreren Elementen verleihen die Designer dem mächtigen Aufbau des Fahrzeugs die neue Dynamik: So ist die hintere Ecksäule im Bereich der Fensterlinie mit einem Gegenschwung nach vorn gezogen. Dieses Stilelement findet sich noch prägnanter auch an anderer Stelle: Der neue Doppeldecker nimmt zwar die stilbildende Verglasung seines Vorgängers als Verbindung von Oberdeck und Unterdeck über der Antriebsachse auf, dynamisiert sie jedoch ebenfalls kraftvoll im oberen Bereich durch einen Gegenschwung nach vorn mit einer eleganten und hochwertigen Einfassung in Alu-Optik. Auch im vorderen Bereich der Seitenwand lässt die Verglasung Ober- und Unterdeck verschmelzen. Aus ihr wachsen die Arme der neuen Außenspiegel heraus. Die Verblechung des Oberdecks schwebt nun wie eine Insel auf der Verglasung, im wahrsten Sinne kann man hier von hoher Kunst sprechen. Darunter unterbricht über dem vorderen Radlauf eine Aluminiumplakette die Brüstungsleiste des Unterdecks. Das Heck ist durch seitliche Finnen mit Abrisskante und die Rückleuchten der Baureihe 500 eingefasst. Die beiden Lüftungsgitter des Motors sind beim neuen Doppeldecker erstmals in der Doppeldecker-Historie der Ulmer miteinander verbunden. Darüber setzt das schwarze Gitter der integrierten Klimaanlage TopAir Akzente. Unter dem Heckfenster fällt die verchromte Plakette mit Markenschriftzug aus der TopClass 500 ins Auge – ein perfekter Abschluss eines aufsehenerregenden Omnibusses. Der neue Doppeldecker von Setra wird Schule machen, versprochen!

Beim Setra-Design-Woprkshop 2012 konnte man schon die neue Linie in Ansätzen sehen. Grafik: Daimler

 

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