Ard Romers, Wim Runderkamp, Avi Friedman, Derk Reneman und Wim Kurver bei der Eröffnung der Überland-Elektrobus-Linie. Foto: VDL

Gestern hat der ÖPNV-Dienstleister EBS zehn elektrische VDL Citea SLFA-181 in Betrieb genommen. Die Busse werden im Überlandverkehr in der Region Waterland fahren, und zwar auf der R-Net-Linie 316 zwischen Amsterdam und Edam-Volendam. Sie werden jeweils 135.000 elektrische Kilometer im Jahr zurücklegen. Neben Pendlern nutzen auch viele Touristen diese Buslinie. Die Batterie- und Ladestrategie ist auf die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit ausgelegt, die im Überlandverkehr üblich ist. Ard Romers, Geschäftsführer von VDL Bus & Coach Nederland: “Wir sind stolz, dass wir als Lieferant der Elektrobusse einen großen Beitrag zur Erhöhung der Nachhaltigkeit des öffentlichen Personenverkehrs in den Niederlanden leisten können. Zusammen mit unseren Partnern EBS und dem Konzessionsgeber Vervoerregio (Transportregion) Amsterdam zeigen wir mit der Implementierung dieser Elektrobusse auf Linie 316 weitere Möglichkeiten für die Elektrifizierung des Busverkehrs auf.” Die VDL Citea-Busse SLFA-181 sind dreitürig im BRT-Design ausgeführt und haben 50 Sitz- sowie 80 Stehplätze. Der Fahrer verfügt über eine geräumige Fahrerkabine und wird über die serienmäßige digitale Instrumententafel optimal über die Fahrleistungen und den aktuellen Zustand seines Busses informiert. Den Fahrgästen bieten Luxus-Bestuhlung, WLAN und USB-Anschlüsse zusätzlichen Reisekomfort. Dank des optimierten Schnellladekonzepts ist die Einsatzverfügbarkeit der Elektrobusse maximal. Die Batterien haben eine Energiekapazität von 169 kWh und werden tagsüber auf dem Busbahnhof von Edam mit Schnellladegeräten nachgeladen. Diese haben eine maximale Kapazität von 450 kW. Mit einer vollen Batterie können die Busse zweimal von Edam über Volendam bis Amsterdam Hauptbahnhof und wieder zurück fahren. Nach einem Ladevorgang von weniger als 15 Minuten kann der Bus voll aufgeladen die Strecke noch einmal zurücklegen. Nachts werden die Busse im Depot in Purmerend mit maximal 30 kW geladen. EBS Seit Dezember 2011 ist EBS für den öffentlichen Personenverkehr in der Region Waterland nördlich von Amsterdam einschließlich der Verbindungen von und nach Amsterdam zuständig. An einem normalen Wochentag machen rund 40.000 Fahrgäste in ungefähr 200 Bussen von den Diensten von EBS Gebrauch. Die aktuelle Konzession Waterland läuft bis Ende 2021. Darin wird eng mit Konzessionsgeber Vervoerregio Amsterdam zusammengearbeitet. Vervoerregio Amsterdam ist Auftraggeber für den öffentlichen Regional- und Stadtverkehr in 15 Gemeinden der Region Amsterdam. Dazu vergibt die Transportregion Konzessionen an Verkehrsunternehmen und gewährt Subventionen für den Betrieb öffentlicher Verkehrsmittel. Dabei geht es um Bus, Straßenbahn und U-Bahn. Neben der Konzessionsvergabe arbeitet Vervoerregio Amsterdam zusammen mit Straßenbehörden und Transportunternehmen an einer Verbesserung des öffentlichen Personenverkehrs. Damit die Region für Anwohner und Besucher attraktiv bleibt, investiert die Transportregion in die Optimierung der ÖPV-Infrastruktur. Im ÖPV-Investitionsplan sind die Investitionen aufgeführt, die für die Erhöhung der Qualität und Effizienz des öffentlichen Personenverkehrs in der Region Amsterdam und damit auch deren Erreichbarkeit erforderlich sind.

EBS hat zehn elektrische VDL Citea SLFA-181 in Betrieb genommen. Foto: VDL

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