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Buszug aus München. Foto: MAN

Buszug aus München. Foto: MAN

Seit 2003 kehren die Busanhänger zurück, mittlerweile sind schon über 100 Omnibusse mit Anhänger im Einsatz. Eine Hochburg ist Mänchen, knapp die Hälfte aller eingesetzten Busanhänger sind in Bayern zugelassen. Nach einem Verbot solcher Anhänger im Jahre 1960 ist der Einsatz von so genannten Buszügen seit dem Jahr 2003 mit Ausnahmegenehmigungen auch in Deutschland wieder möglich. Der Vorteil liegt auf der Hand: Zu Spitzenlastzeiten – vor allem im Berufs- und Schülerverkehr – bietet ein Solowagen zusammen mit einem Anhänger die Kapazität eines Gelenkbusses. Den rest des Tages kann das Zugfahrzeug kostengünstig solofahrend eingesetzt werden. Auch wenn die geringen Stückzahlen der Produktion eines Busanhängers zu relativ hohen Anschaffungskosten führt, eine längere Lebensdauer im Vergleich zum Gelenkbus ist garantiert. Hess bietet verschiedene Lösungen an, vom Kleinbus mit passendem kleinen Anhänger bis hin zum zwölf Meter langen Solowagen mit entsprechendem Anhänger reicht das Angebot. Im Jahr 2004 kam Göppel als Anbieter hinzu, seit der Insolvenz ist die Anhängerfertigung eingestellt. Göppel setzte auf MAN als Zugwagen, „Midi-Train“ und „Maxi-Train“ hießen die Buszüge, die in zwei Längen angeboten wurden. Beim „Midi-Train“ wurde ein Midibus MAN A35 mit einer Länge von 9,65 oder 10,39 Metern um den Anhänger G10 mit 10,05 Metern (über Zugöse gemessen) ergänzt. Den „Maxi-Train“ bildete ein zwölf Meter langer Standardbus MAN A20/A21 mit dem 11,17 Meter langen Anhänger G11, die Gesamtzuglänge betrug dementsprechend 23 Meter. Interessant war, dass die Anhänger G10 und G11 optisch an den Lions City angepasst wurden. Mitte 2010 begann die Produktion der von Göppel selbst entwickelten Baureihe go4city. Wahlweise war dieser neue Typ mit eigenem Zugfahrzeug und DAF-Antrieb oder Zugwagen von MAN und Solaris lieferbar.

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