Seite auswählen

Anzeige



Gelenkbus-Trolley mit Brennstoffzelle - Solaris macht es möglich. Foto: Solaris

Gelenkbus-Trolley mit Brennstoffzelle – Solaris macht es möglich. Foto: Solaris

In der ersten Oktoberhälfte haben Solaris und Rigas Satiksme, der hauptstädtische Verkehrsbetreiber aus Lettland, einen Vertrag für die Lieferung von 10 niederflurigen Trolleybussen mit einer die Reichweite erhöhenden Brennstoffzelle unterschrieben. Die innovative Lösung soll auf denjenigen Linienabschnitten Einsatz finden, für die keine elektrische Oberleitung besteht und auf denen die Busse nur mit der Ladeenergie von den Batterien auskommen müssen. Der Kunde kann zudem den Vertrag um weitere 10 Batteriebusse Urbino 12 der neuen Generation ergänzen, die auch mit Brennstoffzellen ausgerüstet werden. Der erste Solaris-Bus kommt nach Riga um die Jahreswende 2017/2018. Der Vertrag, der von Solaris und dem Verkehrsbetreiber aus Riga am 11. Oktober 2016 unterzeichnet wurde, setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Teil betrifft die Lieferung von 10 Trollino 18,75 Trolleybussen, die mit einer Brennstoffzelle als Range Extender ausgestattet sind. Diese innovative Technologie ist nicht nur auf dem lettischen Markt, sondern auch im europäischen Raum eine absolute Neuheit. Jeder Trollino wird mit einer Brennstoffzelle  und einem Paket von Batterien ausgestattet, dank deren eine traktionslose Fahrt bis zu 100 Kilometern möglich ist. Auf den Linien, die über keine elektrische Traktion verfügen, schaltet sich die innovative Brennstoffzelle ein. Geliefert wird die elektrische Ausrüstung der Trollino von der Firma Medcom. Die Gelenk-Trolleybusse machen es der Stadt Riga möglich, sogar die am stärksten besetzten Linien mit emissionsarmen Fahrzeugen betreiben zu können. Laut dem Vertrag soll der erste Obuss in der lettischen Hauptstadt ab der Jahreswende 2017/2018 im Passagiereinsatz sein. Weitere Lieferungen werden dann 2018 erfolgen. „Ich bin sehr stolz darauf, dass die ersten Obusse mit Brennstoffzelle in Europa in der Kooperation mit Rigas Satiksme gebaut werden, einem unserer treuesten Kunden. Zu meiner großen Freude vertraut uns der Verkehrsbetreiber aus Lettland schon seit dem Jahre 2003 und hat sich dafür entschieden, zusammen mit uns in die Zukunft zu investieren. Ein Beweis dafür ist der Erwerb von Pionierfahrzeugen mit Brennstoffzellen als Range Extender, die Wegbereiter für weitreichende Veränderungen im städtischen Nahverkehr sind“, sagte Dr. Andreas Strecker, Solaris-Vorstandsvorsitzender. „Solaris fördert seit Jahren die Entwicklung alternativ betriebener Fahrzeuge, sowohl der Batterie- als auch der Brennstoffzellenbusse. Der Vertrag, den wir mit dem Verkehrsbetreiber der lettischen Hauptstadt unterschrieben haben, ist ein großer Schritt in Richtung Steigerung der Anzahl von Batteriebussen mit Brennstoffzelle in Europa. Wir sind dem Kunden für sein Engagement sehr dankbar, da er gerade dabei ist, die entsprechende Infrastruktur in der Stadt aufzubauen. Infolgedessen wird er auf den Linienbetrieb der Trolleybusse in der nahen Zukunft hervorragend vorbereitet sein. Das A und O bei solchen Projekten sind die Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen der Partner,“ erläuterte Dr.-Ing. Dariusz Michalak, Solaris-Stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Die ersten 10 von Riga gekauften Trolleybusse werden auf der Konstruktion der dritten Fahrzeuggeneration basieren, während die weiteren zehn Urbino 12 electric das neue Design präsentieren und mit Brennstoffzellen ausgestattet werden sollen. Der hauptstädtische Verkehrsbetreiber hat sich das Recht vorbehalten, diese Fahrzeuge als Option zu bestellen. Die Entscheidung über die Bestellung zusätzlicher Batteriebusse wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen, da es von den Finanzkapazitäten der Firma abhängig ist, wie Solaris in der Pressemitteilung schreibt. Solaris hat eine mehr als 15-jährige Erfahrung mit elektrischen Antrieben in Oberleitungs-, Hybrid- und Batteriebussen gesammelt. Die Innovationstechnologie wurde zum ersten Mal von dem Hersteller bei Bussen für Hamburg eingesetzt. Dort werden die Batteriebusse seit rund zwei Jahren auf der Innovationslinie 109 gefahren, die durch Busse mit neuartigen Antriebstechnologien bedient wird. Die Hamburger Urbino 18,75 electric mit Brennstoffzellen sind mit dem „Nachhaltigkeitspreis 2015“ in der Kategorie „Gelenkbus“ von dem Branchenmagazin „busplaner“ ausgezeichnet worden. Außerdem hat der Bus auch den Preis Fuel Cell Award 2016 erhalten. Solaris ist auf dem lettischen Markt bereits seit 2001 präsent. Von den über 400 gelieferten Fahrzeugen sind fast 350 allein in Riga im Betrieb. Obusse stellen fast ein Drittel davon dar.

Teilen auf:

Anzeige