Die Buswelt trauert um Doug Jack. Foto: CME

Die Buswelt trauert um Doug Jack. Der Brite war ein Mensch der Zahlen und hatte sich zuletzt einem nicht nur für die Busindustrie unerlässlichen Nachschlagewerk gewidmet: “The european bus & coach industry guide” war die heimliche Busbibel der Branche, denn alle neu zugelassenen Omnibusse über 8 Tonnen wurden nach Ländern und Herstellern sortiert fein säuberlich aufgelistet. Seit Anfang der 90er Jahre beobachtete er den europäischen Busmarkt, erstellte Analysen und informierte über länderspezifische Besonderheiten. Jährlich werden weltweit rund 330.000 Omnibusse über 8 Tonnen produziert, Doug Jack hatte die europäische Produktion im Blick. Nie hatte er aus seiner Leidenschaft für Zahlen einen Hehl gemacht, auch nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben nicht, wie seine dann gegründete Firma Transport Resources International Limited zeigte. Früh schon war die Liebe zu Nutzfahrzeugen und Omnibussen entfacht: Doug Jack machte seinen Abschluss in Schottischem Recht an der Universität Edinburgh und war dann während seines gesamten Berufslebens in der Nutzfahrzeugbranche tätig. Als Trainee fing er bei Leyland Motors Limited, lernte dort u.a. von der Pike auf, wie Omnibusse gebaut werden. Mit dem technischen Know-how punkte er u.a. nach der Fusion von Leyland Motor Corporation und British Motor Holdings dort und wurde deren Rechtsberater. Auch bei der British Leyland Truck & Bus Division hinterließ er Spuren, als er um Exportlizenzen- und Verkaufsvereinbarungen kümmerte, wurde schließlich Export Sales Manager der Truck and Bus Division sowie Export- und Regional Direktor für den Mittleren Osten und Nordafrika. Als Sales- und Marketing Direktor bei Duple Coach Builders Ltd schlug er für sich ein weiteres Bus-Kapitel auf, bevor er als Geschäftsführer von Salvador Caetano UK Ltd, der britischen Tochtergesellschaft des portugiesischen Busherstellers den Weg in Großbritannien bereitete. Am 1. September 2020 starb Doug Jack – R.I.P.! (CMEChatrou/Schreiber)

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