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Sina Pousset

Sina Pousset und ihr Buch über Fernbus-Erlebnisse. Foto: Inken Rauch / Montage: omnibus.news

Es war nur eine Frage der Zeit, bis es ein Buch über Erlebnisse im Fernbus geben würde. Jeder, der schon einmal in einem Fernbus unterwegs war, hat bekanntlich etwas erlebt. Aus der anfänglichen Hassliebe – „es ist wie bei einer durchzechten Nacht, man sagt: nie wieder und dann ist man doch wieder dabei“ – sei inzwischen mehr Liebe geworden, sagt Sina Pousset. Im Goldmann Verlag ist das Buch „Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind“ von Sina Poussat erschienen. Wer preiswert und flexibel verreisen will, der kommt am Fernbus nicht vorbei. 20 Millionen Fahrgäste nutzten im vergangenen Jahr laut Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer den Fernbus. So wie Sina Pousset, die studierte Kunst- und Literaturwissenschaftlerin, die seit 2012 für die Süddeutsche Zeitung sowie das Süddeutsche Zeitung Magazin schreibt. Sie lebt heute als freie Autorin in Berlin und wartet liebend gerne auf einen Fernbus, wenn es sie in die Ferne zieht. „Der Bus ist eine Wundertüte“, schreibt sie, irgendetwas ist immer abenteuerlich und unvorhersehbar. Was so fanziniert und warum das Warten lohnt ist klar: Im Inneren des Fernbusses herrscht fröhliche Anarchie! Es gibt keine Sitzplatzreservierung, keine Businessclass, keine Gepäckaufgabe. Beziehungen werden kurz vor der Abfahrt beendet und auf dem langen Weg bis zur Ankunft beweint, der Fahrer steht auf Helene Fischer, und einer der Mitreisenden lässt garantiert etwas liegen. Sina Pousset steigt leidenschaftlich gerne ein, wie beim Lesen des Buches deutlich wird. Sie erzählt hautnah vom letzten großen Abenteuer unserer Zeit – dem Fernbusfahren! Dass die Autorin authentisch ist, macht ein Interview mit ihr deutlich: Auf die Frage, was man man auf alle Fälle im Fernbus dabei haben müsse, um die Busfahrt zu überstehen, antwortet sie: Musik, Kopfhörer, Schal. Es sind nicht nur die witzigen Anekdoten über die skurrilen Sitznachbarn, es sind auch die praktischen Tipps oder Tricks, die das Buch so lesenswert machen. So antwortet Sina Pousset auf die Frage, was man tun müsse, wenn einem vor lauter Langeweile die (Bus-)Decke auf den Kopf fällt, dass man Beobachten müsse. Entweder die Mitfahrer oder das, was am Fenster vorbeiziehe. Auch wenn man denkt, dass da absolut nichts passiere – irgendwas passiere doch immer. Und man könne wunderbar den eigenen Gedanken nachhängen. Eine Hommage an das, was uns gerade bewegt – unbedingt lesen! P.S. Ganz passend gibt es das Buch auch als eBook für die nächste Fahrt im Fernbus!

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