Singapurer haben ein Herz für Busse. Foto: Schreiber

In Singapur, der Stadt der Löwen, so die Übersetzung des malaiisch-indischen Singapura, gab es nie Löwen – wenn man einmal mit Blick auf den Omnibus auf die weit über 1.000 Chassis absieht, die MAN in den letzten acht Jahren in Singapur ausgeliefert hat. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind mit Bus und Bahn so gut, dass ein Großteil der Einheimischen den ÖPNV nutzt. Wer mit dem Auto fahren will, muss dafür eine Lizenz ersteigern. Ein durchaus teures Unterfangen, was dann auch erklärt, warum überwiegend nur neueste Baureihen der Premium-Hersteller in Singapur unterwegs sind. Individualverkehr ist in dem Stadtsaat ein echter Luxus! In Singapur sind vier verschiedne Busgesellschaften (SBS Transit, SMRT, Tower Transit und Go-Ahead aktiv. Alle vier Firmen fahren auf allen Linien, hat ein Bus hinter der Liniennummer in der Fahrtzielanzeige noch ein A, dann fährt er nur einen Teil der Linie. Beim Einsteigen wird vorne beim Fahrer bezahlt, was aber nur noch bis Ende des Jahres möglich ist, denn ab 2020 kann man nur noch mit einer entsprechenden Plastikkarte und vorab eingezahltem Guthaben fahren. Diese Karte wird beim Einsteigen beim Fahrer an ein Lesegerät gehalten, beim Aussteigen an der mittleren Tür dann noch einmal. Wer mit Kleingeld und nicht passend zahlt, bekommt kein Wechselgeld zurück – passend zur Philosophie der Singapurer, sich nicht lange mit etwas Zeitraubendem aufzuhalten: SdSdA! Singapur, die Stadt der Abkürzungen zeigt, was schon die Nationalhymne des Landes verrät. Stetes Streben nach mehr, Abkürzungen wirken technokratisch, sind präzise auf den Punkt gebracht und führen schneller zum Ziel. Das erklärt auch den Abschied vom Bargeld im Bus, um die Plastikkarte schmackhaft zu machen, ist der Fahrpreis damit deutlich reduziert: statt 1,40  dann nur noch 0,70 Singapur-Dollar!

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