Reisebusse am Fuße der Siegessäule anlässlich der 2. Bus-Demo in Berlin am 17. Jni 2020. Foto: BDO

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kam zur Kundgebung und verkündete die Finanzhilfen. Foto: BDO

Etwa 1.000 Fahrzeuge wurden gestern in Berlin bei Deutschlands größter Bus-Demo im Stadtzentrum versammelt. Vom Ort der Kundgebung am Brandenburger Tor bis zum Ernst-Reuter-Platz zog sich die Fahrzeugkette etwa 15 Kilometer lang. Mit dieser Veranstaltung hat die Busbranche auf ihre dramatische wirtschaftliche Lage hingewiesen. 89 Prozent der Busunternehmen haben in einer aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) angegeben, dass sie die jetzige Situation mit den bisherigen Hilfen der Bundesregierung nicht mehr überstehen können und somit direkt vor dem Aus stehen. Auf die näher rückende Pleitewelle reagierte die Politik nun mit einem Rettungspaket im Umfang von 170 Millionen Euro. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hatte die Zusage für die Mittel im Rahmen seiner Rede auf der Kundgebung der Bus-Demonstration gestern in Berlin verkündet. In seiner Rede bei der Kundgebung am Brandenburger Tor sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern:  „Ich habe heute mit der Bundeskanzlerin und dem Bundesfinanzminister vereinbart, dass Sie, liebe Busunternehmer, die von mir zugesagte Unterstützung von 170 Millionen Euro kurzfristig bekommen – aus dem Etat des BMVI.“ BDO-Präsident Karl Hülsmann sagte zur Verkündung der Hilfsmittel durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Es waren lange und harte Verhandlungen, die wir in den letzten Monaten geführt haben. Wir danken Bundesverkehrsminister Scheuer heute dafür, dass er mit seiner Initiative – mit Unterstützung der gesamten Regierungskoalition – den Fortbestand der Busunternehmen sichert und damit die Mobilität in Deutschland insgesamt entscheidend schützt. Die Busunternehmen haben hohe Summen in umweltfreundliche moderne Fahrzeuge investiert und stehen seit drei Monaten ohne Einnahmen da. Wir gehören damit zu den am stärksten betroffenen Branchen überhaupt und werden noch lange unter der Corona-Krise leiden. Damit diese einmalige Situation nicht die wichtigen Strukturen im Bus-Mittelstand zerstört, sind die nun freigegebenen 170 Millionen Euro enorm wichtig. Die Bundesregierung handelt richtig und zukunftsweisend, wenn sie die saubere Mobilität mit Bussen jetzt vor den Folgen einer einmaligen Krise schützt.“ Jetzt wartet die Busbranche gespannt darauf, wie schnell und unbürokratisch die 170 Millionen Euro verteilt werden. Und nach wie vor steht die Frage im Raum, ob diese Summe reichen wird, um die Busbranche zu retten? (BDO/PM/Schreiber)

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