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Heute öffnet die Spielwarenmesse 2026 ihre Türen und feiert in diesem Jahr auch ihren 75. Geburtstag. Foto: omnibus.news/Sebert; Montage: omnibus.news

Am heutigen 27. Januar startet die diesjährige Ausgabe der Spielwarenmesse in Nürnberg. Bis zum 31. Januar zeigen im Rahmen des 75. Geburtstags der Veranstaltung insgesamt 2.313 Aussteller aus 68 Ländern ihre Neuheiten dem Fachpublikum. 60.000 Besucher werden in der fränkischen Metropole erwartet, doch auch hier ist der Winter präsent. Schneemassen und vereiste Straßen erschweren – genauso wie ausgefallende Flüge und Behinderungen im Straßen- sowie Personennahverkehr – den Besuch.

Und das pünktlich zum Jubiläum!  Während der Corona-Pandemie war die Spielwarenmesse zweimal als Messe in Präsenz ausgefallen. So kann man 2026 die 75. Spielwarenmesse feiern. Der Beschluss zur Gründung war 1949 gefallen – nachdem durch die deutsche Teilung ein westdeutscher Standort für eine Spielwarenmesse gesucht wurde, fand 1950 die 1. Deutsche Spielwaren-Fachmesse in Nürnberg statt. Vor 75 Jahren mit 351 Ausstellern und 4.300 Besuchern. 

Damals inspirierten die Fortschritte in der Raumfahrt die Spielzeughersteller, 2026 ist es Spielzeug, das Künstliche Intelligenz (KI) nutzt. KI biete viele Möglichkeiten, Spiele flexibel und dynamisch zu gestalten, so Christian Ulrich, Vorstandsprecher der Spielwarenmesse eG. So können sich Spiele beispielsweise per KI an das Alter und die Interessen von Kindern anpassen – und seien somit individueller. Aber nicht nur Kinder stehen im Mittelpunkt, sondern immer mehr Erwachsene.

Die Branche nennt „Kidults“ (zusammengesetzt aus den englischen Wörtern kid (Kind) und adults (Erwachsene)), die Käufer von Spielzeug, die aus dem klassischen Spielealter raus sind – etwa ab dem Alter von zwölf Jahren. Die „Kidults“ machten inzwischen rund ein Drittel des Marktvolumens aus – und der Bereich wachse stärker als der Rest des Spielwarenmarktes, so eine der Aussagen auf der Spielwarenmesse. Besonders gefragt seien Sammelobjekte wie Figuren, Sammelkarten oder Fahrzeuge (beispielsweise aus TV-Serien).

Aber auch Premium­-Sammlerstücke, komplexe Baukästen oder nostalgische Spielwaren. Laut dem Marktforschungsinstitut Circana gaben Verbraucher in den USA zuletzt (Oktober 2024 bis September 2025) insgesamt 13,4 Milliarden US-Dollar für Spielsachen aus, in den fünf größten europäischen Märkten (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und UK) waren es im Vergleichszeitraum „nur“ 5,7 Milliarden Euro. Die Nürnberger Spielwarenmesse gilt als der Branchen- und Netzwerktreff schlechthin.

In diesem Jahr wird auf einer eigenen Konferenz auf der Messe der Wert des Spieles als gesellschaftlicher Faktor diskutiert. Etwa beim Einsatz im beruflichen Kontext, so bieten immer mehr Spielzeughersteller entsprechende Produkte an. Eingebettet in die Spielwarenmesse ist außerdem die Internationale Spieleerfindermesse, bei der Spieleautoren und Verlage miteinander ins Gespräch kommen sollen. Die 75. Spielwarenmesse dauert bis zum Samstag, omnibus.news stellt die Bus-Neuheiten in Meldungen vor. (Spielwarenmesse/omnibus.news/Sr)

 

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