Michael Klein verantwortet den Geschäftsbereich Produktion und auch die Entwicklung. Für die eMobility Days ließ er sich mit der Brennstoffe für den eCitaro REX fotografieren. Foto: omnibus.news

Daimler Buses will auch weiterhin seiner führenden Rolle gerecht werden und hat im Rahmen der eMobility Days die zweite eRoadmap vorgestellt. Die erste eRoadmap wurde abgearbeitet, nun kündigt Daimler Buses an, bis zum Jahr 2030 in jedem Segment lokal CO2-neutrale Modelle auf der Basis von Batterien und Wasserstoff anzubieten.

Nach dem eCitaro, der seit 2018 am Markt ist, soll dem Elektro-Gelenkbus noch der eCitaro K ab 2024 folgen. 2025 soll dann der elektrische Überlandbus vorfahren. Und in das Segment der Reisebusse mit elektrischem Antrieb werde man ab 2030 einsteigen, wie Till Oberwörder, der die Bussparte unter dem Dach von Daimler Truck leitet, anlässlich der eMobilty Days erläuterte.

Und es gibt die 3. Batteriegeneration, auch hier spielt man bei Daimler Buses wie bei der Premiere des eCitaro 2018 in Mainz wieder mit offenen Karten. Der Fokus liege zunächst auf den Kernmärkten Europa und Lateinamerika, bis 2039 sollen im Kernmarkt Europa nur noch lokal CO2-neutrale Neufahrzeuge vertrieben werden.

Bereits 20230 soll dies schon im Stadtbus-Segment in Europa der Fall sein. Zusätzlich zum Ausbau des Portfolios an CO2-neutralen Fahrzeugen erweitert Daimler Buses auch seine Service-Angebote als Generalunternehmer für die komplette elektrische Infrastruktur von Kunden.

Auf dem Weg zur weltweiten Elektrifizierung der Personenbeförderung plant Daimler Buses ab 2025 den ersten vollelektrischen Überlandbus auf den Markt zu bringen und ab Ende dieses Jahrzehnts Reisebusse mit wasserstoffbasiertem Brennstoffzellenantrieb. Dabei setzt Daimler Buses analog der Doppelstrategie des Mutterkonzerns Daimler Truck sowohl auf batterieelektrische als auch auf wasserstoffbasierte Technologien – denn nur so können maßgeschneiderte Zero-Emission-Lösungen für die vielfältigen Bedürfnisse der Kunden angeboten werden.

Till Oberwörder: „Als weltweit führender Bushersteller ist unsere Ambition eindeutig: Wir wollen einen Beitrag leisten, den Klimawandel zu bekämpfen und Treiber der hierfür nötigen Verkehrswende sein. Dafür verfolgen wir eine klare Elektrifizierungs-Strategie und bringen Busse mit alternativen Antriebstechnologien in Serie auf die Straße.”

Daimlers Chef der Busse machte deutlich, dass sich das ganze Team voll auf den emissionsfreien und komplett elektrisch angetriebenen eCitaro für den Stadtbusbereich konzentriere. Und: Man werde nicht mehr in Euro VII investieren. Auch für das Segment der Überland- und Reisebusse habe man konkrete Vorstellungen.

Und noch etwas ist neu: Bei Daimler Buses betrachtet man das Thema Elektrifizierung gesamtheitlich. Und das reicht weit über das Fahrzeug hinaus. Neben den lokalen und Bedürfnissen des Betreibers konfigurierten Elektrobussen plant das Daimler Bus-Team die nötige Infrastruktur sowie das Lademanagement, steuert den Umbau des Betriebshofs und schult noch das Personal.

Auch die zweite eRoadmap scheint, wie die erste, sehr gut strukturiert. Mit diesem klaren Fahrplan und der Doppelstrategie auf Basis von Batterie und Wasserstoff dürfte Daimler Buses mit seinem Gesamtsystem Elektromobilität seinem führenden Anspruch in diesem Bereich weiter gerecht werden.

Was das im Detail bedeutet und was es noch Neues von den eMobilty Days gibt, zu denen diese Woche noch Kunden von Daimler Buses nach Mannheim eingeladen sind, ist in den nächsten Tagen auf omnibus.news in weiteren Meldungen nachzulesen. Es bleibt spannend, versprochen! (DaimlerBuses/omnibus.news/Sr)

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