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Die Fotomontage der VHH blickt in die Zuknft: Ab Mai 2016 fahren zwei Elektrobusse.

Die Fotomontage der VHH blickt in die Zuknft: Ab Mai 2016 fahren zwei Elektrobusse.

Ein Jahr nach der Inbetriebnahme des ersten rein akkuelektrisch angetriebenen Linienbusses in Hamburg ordert die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) einen weiteren umweltfreundlichen Midibus beiRampini. Der abgasfreie elektrische Midibus der auf der Buslinie 48 unterwegs ist, kommt bei den Fahrgästen sehr gut an. Die 5,8 km lange, aber durchaus anspruchsvolle Strecke durch Blankenese wird vom kleinen Stromer ohne Schwierigkeiten gemeistert. Die steilen und engen Gassen haben schon den Vorgängern im Volksmund den Namen der Bergziege eingebracht. Die Bergziegen mussten schon immer schmal gebaut sein, damit sie auch durch das Treppenviertel in Blankenese passen: Hier stehen viele kleine Häuser, die teilweise nur über Treppen erreichbar sind. 58, um genau zu sein – angeblich mit 4.864 Stufen. Neben vielen Gassen und Wegen gibt es nur wenige schmale Straßen. Auf diesen Straßen, an denen kaum zwei Autos nebeneinander passen, fährt die Bergziege. Der neue Elektrobus ist im Vergleich zu den dieselbetriebenen Kleinbussen so leise, dass der Bus mit einer Glocke auf sich aufmerksam machen muss! Wenn der zweite Rampini im Mai 2016 in Dienst gestellt wird, kann die Strecke bereits zur Hälfte elektrisch betrieben werden. „Das ‘System E-Bus‘ kommt gut an, ist wirtschaftlich, und entlastet Anwohner und Umwelt von Lärm und Feinstaub“ fasst Toralf Müller, Geschäftsführer der VHH, die Vorteile des eingesetzten elektrischen Busses zusammen. Die elektrische Antriebstechnik stammt von Siemens, die fünf Akkublöcke als Energiespeicher sind auf dem Dach verbaut, um dem Fahrgastraum entsprechend Platz zu geben. Die die Akkus werden nach jeder dritten Fahrt an einer Schnellladesäule aufgeladen. Statt Induktion mit einem Nachladen von unterhalb der Straße ist die Säule mit Steckverbindung eine Lösung, die man schnell und ohne große Investitionen in eine Infrastruktur einbinden konnte. Die Blankeneser freuen sich schon auf „Ihre“ zweite E-Bergziege, sie bringt der kleine Kraftzwerg klimaneutral, emissionsfrei und geräuscharm zum Wochenmarkt oder zum Bahnhof und die Touristen an den Elbstrand oder ins Treppenviertel von Blankenese. Ein für die Touristen unerwartetes Highlight ist dabei ein Steilstück auf der Linie 48, die für das norddeutsche Flachland untypischen 16 Prozent Steigung dort bewältigt der Midibus am „berüchtigten“ Waseberg dabei spielend.

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