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Hachette legt mit dem Pegaso 6035 einen weiteren spanischen Modellbus in der Sammelserie auf. Foto: van Unen

Fortsetzung folgt: Der Modellbusmarkt Oberammergau bleibt am Ball, jetzt ist dort mit der Nummer 59 ein weiterer Modellbus der eigentlich in der Anzahl begrenzten französischen Sammelserie namens Sammelserie Autobus et Autocars du Monde vom Hachette Verlag erhältlich. Dieses Modell ist, wie die anderen Modellbusse der Sammelserie auch, 43-fach verkleinert und detailliert dem großen Vorbild nachempfunden. Der Pegaso 6035 entstand 1965 in selbsttragender Bauweise, die Spanier stellten den Linienbus unter Verwendung einer Lizenz des Italienischen Busbauers Viberti mit ihrer Marke „Monotral“ auf die Räder. Angetrieben wurde der Bus von einem hauseigenen 6-Zylinder-Diesel, der unterflur zwischen den Achsen untergebracht war. Die Kraftübertragung erfolgte über einen 4-Gang-Halbautomat von Wilson auf die Hinterachse. Zum ersten mal kamen auch eine Luftfederung und eine Servolenkung zum Einsatz. Da Pegaso die große Nachfrage im hauseigenen Karosseriebetrieb Jorsa (Jové, Obiols y Rossel S.A.) nicht befriedigen konnte, wurde der 6035 als fahrfähiges Gerippe mit Windlauf an andere Aufbauer – wie Noge, Unicar oder Castrosua zum Komplettieren geliefert. Der 6035 war ein durchschlagender Erfolg und fand in fast allen spanischen Verkehrsbetrieben viel Zuspruch. Parallel zum 6035 gab es auch den 16,5m langen Gelenkbus 6035A, der erste Gelenkbus Spaniens. Da er mit dem gleichen Antriebsstrang wie der Solowagen ausgestattet war, erhielt er bald den Spitznamen „Schleicher“, denn die Leistungen reichten für diese Gefäßgröße so nicht mehr aus. Der Pegaso 6035 (A) wurde zum erfolgreichsten Bus in Spanien. Viele Omnibusse dieser Baureihe waren bis zu 30 Jahre im Betrieb. Allein Barcelona hatte über 1.000 Exemplare im Einsatz, die letzten Fahrzeuge wurden erst 1993 ausgemustert. Größter Abnehmer war die Hauptstadt Madrid – Hachette wählte ganz passend die Hausfarben der EMT Madrid für den Modellbus.

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