Corona und die Folgen. Fotos: Cleanpng, Gertl, Schreiber; Montage: omnibus.news

In Deutschland hat sich die Situation weiter verschärft. Gestern Abend kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel einschneidende Maßnahmen an.„Maßnahmen, die es so in unserem Land noch nicht gegeben hat“, so die Bundeskanzlerin. Bund und Länder wollen mit drastischen Einschränkungen, auch für den Tourismus in Deutschland, die Verbreitung des Coronavirus bremsen. Die Bundesregierung erließ auch Regelungen, „dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können“. Alle Urlaubsreisen ins In- und Ausland sind zu unterlassen. Busreisen sind generell verboten, schon mit der bundesweiten Schulschließung waren die Folgen für viele Busunternehmen, die in der Schülerbeförderung aktiv sind, mehr als spürbar. Was mit dem bundesweiten Fernlinienverkehr ist, war gestern Abend noch nicht entschieden. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) stünde hierzu im Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium, für den heutigen Tag wird eine entsprechende Regelung erwartet. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) teilte hingegen schon mit, dass dern Gelegenheitsverkehr auf jeden Fall auch von dem Verbot einer Durchführung betroffen sei. Gestern machte eine Nachricht die Runde, dass in ganz Europa Autofabriken geschlossen werden. Nach Fiat Chrysler kündigte am Montag auch der Opel-Mutterkonzern PSA schon gleich an, seine europäischen Werke vorerst bis Ende des Monats zu schließen. Und Renault stoppt seine Produktion in Frankreich. Volkswagen fährt die Produktion von Seat-Pkw in Spanien herunter, auch das VW-Werk in Portugal werde die Produktion drosseln. Zu den Namen großer Pkw-Hersteller dürften sich bald auch Omnibus-Hersteller gesellen, denn das Verbot von Busreisen wird neben den Busunternehmern auch die Industrie treffen. Erste E-Mails gingen gestern Nachmittag bei omnibus.news ein, Busfahrer wurden freigestellt oder gekündigt – auch Busunternehmer teilten mit, dass man den Betrieb ruhen lasse. Dafür hätte man Mitarbeiter u.a. beurlaubt bzw. gebeten, Überstunden abzufeiern und mitunter wurden Omnibusse abgemeldet, wenn man sich auf Katalogreisen spezialisiert hat. Fakt ist: Der Corona-Virus dürfte sich inzwischen – in welcher Form auch immer – auf jeden von uns in Deutschland auswirken. Und auch die Buswelt bleibt nicht verschont, wie seit Tagen zu lesen und gestern in der Rede der Bundeskanzlerin deutlich wurde. Wohin die Reise in die Buswelt geht? Darauf gibt es zur Zeit keine Antwort, leider oder zum Glück. Panikartiges Handeln ist mehr denn je fehl am Platz. Sascha Böhnke, Test- und Technikredakteur der Fachzeitschriften Omnibusrevue und Busfahrer, schreibt in seiner Kommentar-Kolumne: “(…) Wenn beschlossen wird – und zwar europaweit – das öffentliche Leben großflächig und längerfristig mit Quarantäne-Maßnahmen zu belegen, dann stehen wir vor einer Situation, die es so noch nie gab und deren Auswirkungen sich wohl kaum einer vorzustellen mag. Und genau deswegen ist es so unglaublich wichtig, dass die Regierung schnellstmöglich wirksame Hilfen bereitstellt. Diskutieren war gestern – jetzt muss gehandelt werden!”. Richtig, ganz wichtig ist – neben den notwendigen Hygienetipps – besonders das solidarische Handeln! Panik und Hamsterkäufe sind nicht nötig. Die Bundesregierung schlug den Ländern gestern die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Die Grundversorgung ist und bleibt gesichert. Es werde aber Auflagen zur Hygiene, zur Zutrittssteuerung und zum Vermeiden von Warteschlangen geben. „Je mehr sich der Einzelne an diese Regeln hält, umso schneller kommen wir durch diese Krise“, erklärte die Kanzlerin. Maßstab für ihre Entscheidungen sei die Anzahl der Neuinfektionen. Die Buswelt wird sich auch in Zeiten von Corona weiter drehen, Veränderungen wird es geben, omnibus.news wird Sie im Rahmen der Möglichkeiten mit neuesten Meldungen aus der Welt der kleinen und großen Omnibusse aus dem home office versorgen. Und: omnibus.news wird in nächster Zeit mehrere Reportagen online stellen, um Lesestoff zu liefern. „Soziale Distanz“ ist das Zauberwort der Stunde, denn nur so können wir die Kurve der bevorstehenden Infektionen abflachen. “Bitte bleiben Sie zu Hause!”, so die oft gehörte wichtige Botschaft. Vielleicht nutzen Sie die Zeit, einmal über die Such-Funktion etwas auf den Seiten von omnibus.news zu stöbern, was bisher in der Hektik des Alltags nicht möglich war. Gerne können Sie über die E-Mail-Funktion omnibus.news auch weiterhin schreiben, Fragen stellen, Tipps und Hinweise geben oder Anmerkungen machen. Bleiben wir solidarisch, zugewandt und informiert! (Bundesverkehrsministerium/Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer/Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen/Tagesschau/Schreiber)

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