Solaris kündigt einen Urbino 12 hydrogen – einen Brennstoffzellenbus der neuen Generation – an. Grafik: Solaris

Solaris reagiert auf das zunehmende Interesse auf dem europäischen Markt für emissionsfreie öffentliche Verkehrsmittel und kündigt die Premiere eines neuen umweltschonenden Busses an. Die alternativ betriebene Produktpalette des polnischen Omnibusherstellers wird um den Solaris Urbino 12 hydrogen – einen Brennstoffzellenbus der neuen Generation –  erweitert, der von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben wird. Seine offizielle Premiere ist für das Jahr 2019 geplant. Der Solaris Urbino 12 hydrogen wird völlig emissionsfrei sein. Die Energie für die Versorgung des Busantriebs wird aus Wasserstoff erzeugt, der in der Brennstoffzelle in Strom umgewandelt wird. Dank der im Fahrzeug eingesetzten Technologie wird der Brennstoffzellenbus die höchste Reichweite (von allen Batteriebussen), d. h. über 350 km, mit einer Tankfüllung bieten können. Das Fahrzeug wird auch mit einer kleinen Traktionsbatterie Solaris High Power mit einer Kapazität von 29,2 kWh ausgestattet, die die Brennstoffzelle in Zeiten des höchsten Energiebedarfs unterstützen soll. Die Batterie wird mit Wasserstoffstrom geladen. Darüber hinaus wird das Fahrzeug seine Batterie auch über einen Plug-in-Anschluss laden können (Standardlösung bei Batteriebussen). Als Antrieb ist eine Achse mit integrierten Elektromotoren mit einer Nennleistung von je 60 kW vorgesehen. Der 12 Meter lange Bus wird eine recht hohe Fahrgastkapazität bieten und bis zu 80 Personen mit an Bord nehmen können. Der Solaris Urbino 12 hydrogen der neuen Generation ist eine Fortsetzung und Weiterentwicklung des Konzeptes, das das Licht der Welt zum ersten Mal 2014 zum Zeitpunkt der Lieferung von zwei elektrischen Gelenkbussen nach Hamburg (Solaris Urbino 18,75) mit Brennstoffzelle als Range Extender erblickte. Die vor 4 Jahren präsentierten Busse wurden grundsätzlich von Batterien angetrieben. Im neuen Hybridbus hingegen wird der Strom für den Antrieb aus Wasserstoff erzeugt, die Batterie wird lediglich eine Hilfsfunktion haben. Das ist nicht die einzige neuartige im Fahrzeug eingesetzte Lösung. Der Solobus Solaris Urbino hydrogen wird mit einer ultramodernen Brennstoffzelle der neusten Generation mit einer Leistung von 60 kW ausgestattet. Der Hersteller wird auch die neusten Lösungen im Bereich der Wasserstoffspeicherung einsetzen, indem er auf dem Dach Flaschen aus Verbundstoff montiert. Dadurch soll das Gewicht der Tanks um etwa 20% im Vergleich zum vorherigen Modell verringert werden. Um den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, wird ein System zur Sicherstellung des Klimakomforts mit einer CO2-Wärmepumpe montiert, das die Nutzung der Abwärme aus der Brennstoffzelle ermöglicht. Das ist eine ganz neue Lösung, die eine besondere Effizienz gewährleisten und die Reichweite des Fahrzeugs erheblich erhöhen soll. „Die Revolution im umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr wurde Realität – Solaris beschloss mit einem weiteren Produkt auf diesen Bedarf zu reagieren. Und Brennstoffzellenbusse sind bestens gerüstet, um eine starke Marktpräsenz aufzubauen: Sie sind im Betrieb günstig, leichter als Batteriebusse und erreichen eine Reichweite von 350 km mit einer Wasserstoff-Tankfüllung (so viel legt nämlich im Durchschnitt am Tag ein Stadtbus zurück). Sie sind auch ganz emissionsfrei, die einzige während der Fahrt freigesetzte Substanz ist nämlich der Wasserdampf“, sagt Dr. Dariusz Michalak, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Solaris Bus & Coach, zuständig für Forschung und Entwicklung. Die beiden 2014 nach Hamburg gelieferten Solaris Urbino 18,75 electric mit Brennstoffzelle fahren regelmäßig auf der Linie 109. Darüber hinaus lieferte der polnische Omnibushersteller im letzten Jahr den ersten O-Bus mit Brennstoffzelle nach Riga. Noch in diesem Jahr werden auf den Straßen der lettischen Hauptstadt insgesamt 10 solche Fahrzeuge verkehren.

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