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Sileo plant für 2017 den Absatz von 80 Elektrobussen an. Foto: Sileo

Pünktlich zur Inbetriebnahme von drei Elektrobussen in Salzgitter und Umgebung haben sich auf dem Firmengelände des Herstellers Sileo rund 50 Gäste aus Politik und Wirtschaft eingefunden, um über Entwicklungen und Finanzierungskonzepte von E-Mobilität im ÖPNV zu sprechen. Im Rahmen der Vorstellung des neuen Sileo Entwicklungs- und Auslieferungszentrums folgten nach der Begrüßung durch Thomas Wetzel, dem Geschäftsführer der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter, und einer Vortragsrunde eine Rundfahrt mit einem Elektrobus sowie eine Werksbesichtigung als Höhepunkte der Veranstaltung. Seit knapp einer Woche sind zwei Fahrzeuge vom Typ S12 sowie ein Sileo S10 mit Reichweiten von mehr als 200 Kilometern im Linienbetrieb integriert. Nach einer europaweiten Ausschreibung und dem Test mehrerer Anbieter hat sich die Kraftverkehrsgesellschaft Braunschweig (KVG) für den Hersteller aus Salzgitter entschieden. „Die Reichweiten und das Nachtladekonzept haben überzeugt. Außerdem bieten die E-Busse hohen Fahrkomfort sowohl für Fahrer als auch Fahrgäste. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und den Einsatz der neuen Antriebstechnik im Flottenbetrieb“, äußert sich KVG-Geschäftsführer Axel Gierga. Batteriebusse von Sileo sind bundesweit im Einsatz, unter anderem in Bonn und Aachen. Künftig ist das Unternehmen auch über die Grenzen Deutschlands hinaus unterwegs. Um Elektromobilität im Nahverkehr nachhaltig voranzutreiben, braucht es neue Kostenmodelle. Bisher sind Elektrobusse in der Anschaffung deutlich teurer als Dieselbusse – Zusatzkosten werden vor allem durch Subventionen gedeckt. Zinslose Darlehen seien eine Option, um Kaufanreize zu schaffen. Durch die geringeren Betriebskosten der Elektrobusse im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen könnten Verkehrsbetriebe das Darlehen schließlich zurückzahlen. Besonders die Einsparungen durch die Nachtladung führe eine schnellere Amortisation herbei, so Sven Bohnstedt, Sales Manager bei Sileo. „Wir möchten Wege aufzeigen, E-Mobilität im ÖPNV wirtschaftlich zu gestalten. Deswegen sind wir an einem Dialog mit allen Akteuren interessiert. Auch um den Vorgaben der Politik für eine geringere Schadstoffbelastung in Städten nachzukommen“, erklärt der Vertriebler. Sileo ist Pionier in der Herstellung von batterieelektrischen Kraftomnibussen für den ÖPNV. Mit dem intelligenten Batteriesystem und der auch für den umfangreichen Flottenbetrieb auslegbaren Ladetechnik bietet Sileo eine zukunftsweisende Antriebstechnologie. Die in Salzgitter entwickelte und in China hergestellte Lithium-Eisenphosphat-Batterie treibt drei verschieden lange Sileo-Busmodelle an: Den 10,7 Meter langen S10, den 12 Meter langen S12 und den Gelenkbus S18 mit 18 Metern Länge. In diesem Jahr soll zudem der 24 Meter lange Doppelgelenk-Bus S24 auf den Markt kommen. Die Sileo GmbH hat ihren Sitz in Salzgitter-Watenstedt und ist Teil der internationalen Bozankaya-Gruppe. Dadurch greift sie auf eine über 30-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von Systemkomponenten für Schienenfahrzeug- und Busmärkte zurück. Bisher wurden 20 Elektrobusse für den deutschen Markt gebaut. Für 2017 rechnet Sileo mit weiteren 80 Fahrzeugen. „Unser geplantes Umsatzwachstum soll mit einer Vertiefung der Produktion einhergehen. Wir haben die Vision, eine eigene Zellfertigung aufzubauen“, sagt Vertriebsleiter Sven Bohnstedt.

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