Staatssekretär Enak Ferlemann mit den Vertretern der Siegerstädte Hamburg, Oldenburg, Jena und Saalfeld/Saale sowie den Ausrichtern Bundesverband Deutsche Omnibusunternehmer (bdo) und FlixBus. Foto: BDO

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat am 4. Juni in Berlin die Siegerstädte des Wettbewerbs „Mobilitätsknoten des Jahres“  2019 offiziell geehrt. Im Rahmen der Würdigung im Bundesverkehrsministerium nahmen Vertreter der Städte Hamburg, Oldenburg, Jena und Saalfeld/Saale die Auszeichnung entgegen. Alle ausgezeichneten Orte verknüpfen hervorragend, so das Urteil der Fachjury, verschiedene Mobilitätsangebote miteinander und machen es somit möglich, die private Pkw-Nutzung durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen. Zur Bedeutung der Auszeichnung sagte Wettbewerbsschirmherr Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium: „Wir wollen mehr Mobilität ermöglichen und gleichzeitig die Straßen in unseren Städten entlasten. Dafür brauchen wir intelligente Mobilitätsangebote, welche die Verkehrsmittel optimal miteinander verknüpfen. Wie dies gelingen kann zeigen vorbildlich die Gewinnerstädte. Weitere Städte sollten diesen guten Beispielen folgen, damit noch mehr Menschen gerne auf die umweltfreundliche Reisekette umsteigen.“ „Wenn wir einen nachhaltigen Wandel der Mobilität gestalten wollen, müssen wir dabei zuallererst auf die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger achten“, sagte bdo-Präsident Karl Hülsmann zu den Hintergründen des Wettbewerbs. „Für die Menschen in unserem Land ist es im Alltag vor allem wichtig, möglichst einfach und schnell an ihr Ziel zu gelangen. Gut ausgebaute und vernetzte Mobilitätsknoten machen das möglich. Wir wollen mit unserem Wettbewerb das Licht der Öffentlichkeit auf diese vorbildlichen Verkehrsdrehscheiben richten und zur Nachahmung anregen.“ Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche unterstrich im Rahmen der Preisverleihung die Bedeutung leistungsfähiger Verkehrsdrehscheiben für die Menschen in seiner Stadt: „Zwischen verschiedenen Mobilitätsoptionen wählen und das jeweils passende Verkehrsmittel aussuchen zu können, ist ein wichtiges Stück Freiheit für die Bürgerinnen und Bürger in Jena. Wir wollen unsere Stadt und ihre Bewohner im wahrsten Sinne des Wortes voranbringen. Dazu gehört es natürlich, die Vernetzung von Bus, Bahn, Rad- und Fußgängerverkehr voranzutreiben. Ich freue mich sehr, dass wir heute diese Auszeichnung erhalten – und vor allem, dass die Menschen in Jena Tag für Tag von dieser Infrastruktur profitieren.“ Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania zeigt sich erfreut über die Auszeichnung der Feengrottenstadt als „Mobilitätsknoten des Jahres 2019“: „Die Auszeichnung verdeutlicht, dass sich die Anstrengungen der vergangenen Jahre für eine gute Verkehrsinfrastruktur sowie eine Anbindung an das regionale und überregionale Verkehrsnetz ausgezahlt haben.“ Zugleich betonte Dr. Kania, dass die Auszeichnung ein Ansporn sei, den Mobilitätsstandort Saalfeld/Saale in Zukunft nachhaltig zu fördern und auszubauen, um auf diese Weise die wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung der Stadt voranzutreiben. „Die Ehrung beweist, welche Leistung vor Ort für die Mobilität der Bürger und für den Gütertransport erbracht wurde. Deswegen freuen wir uns umso mehr, den Preis entgegenzunehmen“, erklärte Dr. Kania. Martin Huber, Leiter des Amtes Verkehr und Straßenwesen der Stadt Hamburg: „Die Verleihung des Preises ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Hamburg hat zum Fahrplanwechsel 2019/2020 eine Angebotsoffensive bei Bus und Bahn auf den Weg gebracht und wird diesen Weg weiter verfolgen. Die Flexibilität des Bussystems ist dabei im Gesamtkontext des ÖPNV von großer Bedeutung. Einen wichtigen Aspekt umweltfreundlicher Mobilität bildet zudem unser Ziel, ab 2020 nur noch lokal emissionsfreie Busse zu beschaffen. Auch Fernbuslinien haben sich in Hamburg stark etabliert. Sie finden im Zentralen Omnibusbahnhof einen leistungsfähigen Anker im Herzen der Stadt. Gerade für eine Metropole wie Hamburg sehen wir es aber auch als einen wichtigen Baustein an, Mobilitätsangebote bestmöglich miteinander zu verknüpfen.  Hier sind wir u.a. mit sogenannten „Switchh-Punkten“ auf einem guten Weg, die Kombination von ÖPNV, Radverkehr und Car-Sharing zu vereinfachen.“ Professor Bernd Müller, Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenbau der Stadt Oldenburg: „Die Verleihung des Preises freut uns sehr. Sie  unterstreicht unsere Anstrengungen für einen leichteren Umstieg von einem Verkehrsmittel in das andere. Kurze Wege, gute Orientierung eine zentrumsnahe Lage sind der Schlüssel zum Erfolg. Ob mit Bus oder Bahn, mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Auto: Oldenburg sorgt für einen intermodalen und vernetzten Verkehr in Stadt und Region. Die Auszeichnung als Mobilitätsdrehscheibe gibt uns Rückenwind, diesen Weg weiterzugehen. Noch in 2019 wird der Verkehr in die Region durch eine Verdoppelung des Bustaktes verbessert!“ Zum Hintergrund des Wettbewerbs: Die Transformation hin zu einem effizienteren, saubereren Verkehrssektor kann nur durch eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs gelingen. Intelligent konzipierte Drehscheiben, die verschiedene Verkehrsträger und -angebote miteinander verbinden, sind entscheidend dafür, die Menschen immer öfter vom Verzicht auf das eigene Auto zu überzeugen. Um in der Öffentlichkeit ein Zeichen zu setzen und Städte beziehungsweise Gemeinden auszuzeichnen, die vorbildhaft verschiedene öffentliche Verkehrsmittel miteinander vernetzen und moderne, multimodale Mobilität ermöglichen, hat der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer 2017 erstmalig den Preis „Mobilitätsknoten des Jahres“ ausgelobt. 2019 wurde der Wettbewerb zum zweiten Mal ausgerichtet. Neben einer offiziellen Bewerbung durch Städte konnten vorbildliche Verkehrsdrehscheiben auch von Bürgerinnen und Bürgern nominiert werden. Eine Fachjury sichtete die Vorschläge. In die Wertung flossen Kriterien wie Lage, Versorgung und Service ein. Die Auszeichnung wird in vier Kategorien entsprechend verschiedener Einwohnerzahlen vergeben.

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