Solaris Urbino 18 MVB

Magdeburg erweitert den Fuhrpark um neue Gelenkbusse von Solaris. Foto: MVB

Mercedes-Benz Spronter City

Magdeburg erweitert den Fuhrpark auch mit dem Sprinter City von Mercedes-Benz. Foto: MVB

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) ergänzt ihre Busflotte um sieben neue Fahrzeuge: Fünf Gelenkbusse und zwei Minibusse wurden beschafft. Die Fahrzeuge, die ab August im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden, werden benötigt, um Schienenersatzverkehre im Zuge der laufenden Baumaßnahmen in der Stadt abwickeln zu können. Danach ersetzen die Busse Altfahrzeuge. Die MVB investiert insgesamt 1,76 Millionen Euro für die neuen Fahrzeuge. „Die Fahrzeuge setzen neue Maßstäbe im Busverkehr von Magdeburg“, ist MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel überzeugt. Die 18 Meter langen Diesel-Gelenkbusse des Typs „Urbino 18“ der neuen, dritten Generation von Solaris bestechen nicht nur durch ihre Umweltfreundlichkeit, da sie dem gegenwärtig anspruchsvollsten europäischen Abgasstandard Euro 6 entsprechen und über Ruß- und Stickoxidfilter verfügen, sondern auch durch ihr modernes, kantiges Design. Die Busse sind auf ihrer gesamten Länge niederflurig, verfügen über eine Klapprampe für Rollstuhlfahrer und haben ein erheblich vergrößertes Multifunktionsabteil an der zweiten Tür mit ausreichend Platz für Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren und Fahrräder. Hier sind neue Anlehnhilfen eingebaut worden. Die modernen LED-Leuchten über den Türen im Fahrgastraum signalisieren optisch über einen Farbwechsel, ob die Tür geöffnet ist (weiß) oder sich gerade schließt (rot). Darüber hinaus besteht die Innenbeleuchtung aus einem durchgängigen LED-Lichtband, sodass der Bus nachts gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Erstmals werden Liniennummer und Fahrziel auch auf der linken Fahrzeugseite und am Heck angezeigt. Alle Außenanzeigen verfügen für die bessere Lesbarkeit über weiße LED. Die Busse sind nach neuesten Anforderungen barrierefrei gestaltet: Sie verfügen außen über Türtaster in niedriger Höhe mit einem Finde- und Quittierungston sowie über eine Lautsprecheranlage. Erstmals können zwei Rollstühle gleichzeitig an geeigneten, am Boden markierten Plätzen befördert werden. In den fünf Bussen ist außerdem eine Temperieranlage für den Fahrgastraum installiert. Diese entfeuchtet die Luft und kühlt die Temperatur in den Sommermonaten um bis zu drei Grad gegenüber der Außentemperatur herab. „Durch die Temperierungsanlage wird kein kaltes, aber ein merklich angenehmeres Raumklima im Bus geschaffen. Die Anlage sorgt dafür, dass die Innentemperatur des Busses die Außentemperatur nicht übersteigt. Die Busse werden also abgekühlt, aber eben nicht auf Gefrierschrankniveau. Die Luftentfeuchtung sorgt dafür, dass im Bus keine schwüle Luft zu spüren ist“, erklärt Birgit Münster-Rendel. Jeder Bus bietet ca. 140 Fahrgästen Platz, davon 35 sitzend. Neben den fünf Gelenkbussen hat die MVB auch zwei neue Minibusse vom Typ „Sprinter City“ von Mercedes-Benz gekauft. Diese ca. 7 Meter langen Busse sind in ihrer Ausstattung einem Standardbus nahezu identisch – nur eben eine Nummer kleiner. Auch bei den neuen kleinen Bussen finden Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren oder Fahrräder Platz. Eine Klapprampe für Rollstuhlfahrer ist ebenso installiert wie eine Temperierungsanlage und ein Fahrscheinautomat. Über eine Doppel- und eine Einfachtür kann ein- und ausgestiegen werden. Der Innenraum bietet 12 Sitzplätze und eine ausreichende Stehhöhe. Die Minibusse können sinnvoll im Schwachlastverkehr am Abend und auf weniger stark nachgefragten Linien eingesetzt werden. Sie verbrauchen vor allem weniger Kraftstoff, als ein Standardbus. Einsatzgebiete könnten so zum Beispiel die Rufbuslinien am Abend (Linien 51, 55, N9) oder die Linien 61 und 72 sein. Bei Baustellen und Umleitung en können diese Busse dank ihres kleineren Wendekreises flexibler eingesetzt werden. Mit den neuen Bussen verfügt die MVB vorübergehend über insgesamt 58 Busse.

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