Der BerlKönig soll nun auch den Nahverkehr im Umland Berlins unterstützen. Foto: BVG

BerlKönig ist der Service für Berlin von der BVG und ViaVan, um Fahrten im Stadtgebiet zu teilen. Um den BerlKönig ins Leben zu rufen, hat sich die BVG tatkräftige Unterstützung ins Boot geholt – das Start-up ViaVan, ein JointVenture aus Via und Mercedes-Benz Vans. Via hat u. a. das erste On-Demand-Ridesharing-Betriebssystem für den ÖPNV entwickelt. Verschiedene Unternehmen auf der ganzen Welt nutzen bereits erfolgreich die Systeme von Via, darunter Apps für Fahrgäste und Fahrer. In Berlin bietet der BerlKönig günstige, geteilte und zugleich umweltschonende Fahrten, die individuelle Mobilität des eigenen Pkw und ist dabei fast so günstig wie eine Busfahrt. Bislang war das Angebot nur in der östlichen Innenstadt von Berlin verfügbar. Nun soll der BerlKönig auch den Nahverkehr im Umland unterstützen. Seit Montag verbindet der digitale Rufbus Schulzendorf in Brandenburg mit der U-Bahn in Rudow. Weitere Einsatzorte für den BerlKönig BC sind bereits angedacht. Zum Einsatz kommen im Testbetrieb drei Kleinbusse mit zehn Sitzplätzen, die bereits jetzt etwa im Nachtverkehr auf BVG-Linien unterwegs sind. Fahrgäste buchen die Fahrt per App, ein Algorithmus berechnet die Route so, dass mit wenigen Umwegen möglichst viele Fahrgäste eingesammelt werden. Anders als beim BerlKönig in der Innenstadt ist das Ziel aber fest definiert. Alle Fahrten enden am U-Bahnhof Rudow, wo die Passagiere in die U-Bahn umsteigen können. Ein weiterer Unterschied: Bezahlt wird die Fahrt im BerlKönig BC mit dem Ticket für den ÖPNV. Zusätzlich fällt ein Zuschlag von 0,50 Euro pro Fahrt an. Unterwegs sind die digitalen Rufbusse montags bis freitags von 5 bis 9 Uhr und 14 bis 20 Uhr. Damit sollen vor allem Pendler zum Umstieg motiviert werden. „Für viele Bewohner wird das eigene Auto damit bei der Fahrt nach Berlin unnötig. Davon profitieren die Menschen hier. Davon profitiert aber auch Berlin, weil weniger Pendlerautos auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs sind. Augenzwinkernd kann man sagen, Schulzendorf bekommt einen U-Bahnhof“, sagt Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke. Nach dem Start in Schulzendorf denkt die BVG bereits über weitere Einsatzgebiete nach. So werde derzeit überlegt, sowohl Leegebruch (Oberhavel) als auch Heiligensee mit dem U-Bahnhof Alt-Tegel zu verbinden sowie Altlandsberg (Märkisch-Oderland) mit der U-Bahn-Endstation Hönow.

 

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