Für Elektrobusse, wie hier in Köln, hat SBRS auch die Ladeinfrastruktur geliefert. Foto: SBRS

Nicht nur Energiekonzerne, auch Mineralölkonzerne entdecken das Geschäftsfeld der Elektromobilität für sich, wie die vollständige Übernahme der Schaltbau Holding AG durch die Shell Deutschland GmbH zeigt. SBRS GmbH ist ein führender Anbieter von Ladeinfrastrukturlösungen für kommerzielle Elektrofahrzeuge einschließlich E-Bussen, E-Lkw und E-Vans.

Diese Akquisition sei für Shell ein weiterer Schritt auf dem Weg einer der größten Anbieter von E-Mobilitätlösungen weltweit zu werden, wie es in der entsprechenden Mitteilung heißt. Shell hatte sich im Februar 2021 weltweit zum Ziel gesetzt, bis 2050 Energieunternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden.

Da passt das Portfolio der SBRS GmbH mit Hauptsitz in Dinslaken perfekt ins Portfolio: Die SBRS GmbH bietet komplette Lösungen für integrierte E-Ladeinfrastruktur von der Planung, Umsetzung bis zum Betrieb und dazugehörigen Softwaretools. Zu den aktuellen Kunden des Unternehmens gehören Kommunen sowie öffentliche Verkehrsbetriebe, Fahrzeughersteller und wichtige Unternehmenspartner in den Städten wie Köln, Wien oder Brüssel. 

Die Übernahme und Investition von Shell in SBRS GmbH ermögliche es dem Mineralöl- und Erdgashändler, die nach eigenen Angaben führende Position im Bereich E-Bus-Ladenlösungen zu stärken und auf dem europäischen Markt für E-Lkw-Lösungen sowie in weiteren Segmenten schneller zu wachsen.

“Mit dieser Akquisition schließt sich SBRS GmbH als starker und innovativer Akteur im Bereich des kommerziellen E-Ladens einem der weltweit führenden Anbieter von Flottenmanagementlösungen an,” sagte Felix Faber, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Shell Holding GmbH.

“Die Technologie, die zur Dekarbonisierung von Nutzfahrzeugen benötigt wird, ist in den letzten Jahren deutlich ausgereift, und die Elektrifizierung von Flotten durch E-Lkw und E-Vans hat sich für viele unserer Geschäftskunden zu einer Schlüssellösung entwickelt. Durch den Kauf von SBRS GmbH können sich Geschäftskunden von Shell auf vollständig integrierte Ladelösungen freuen, um ihre Flotten zu elektrifizieren und zu dekarbonisieren – von Flottendepot-Ladelösungen über Ladepunkt-management bis hin zur sauberen Energieversorgung.”

Shell in Deutschland arbeitet intensiv an der Beschleunigung der Energiewende. Dazu baut das Unternehmen unter anderem sein Portfolio an CO2-armen Energien und Lösungen, einschließlich Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Wasserstoff, erneuerbare Energien und Biokraftstoffen aus.

Auf diese Weise will Shell auch Geschäfte mit Privathaushalten, Unternehmen und dem öffentlichen Sektor machen und nach eigenen Angaben helfen, ihre Emissionen durch den Umstieg auf attraktive CO2-ärmere oder CO2-freie Alternativen zu senken. Zum Shell Ökosystem für e-Mobilität gehören e-Charging-Angebote für Firmenkunden sowie Lösungen für private e-Autofahrer an Tankstellen, für Zuhause, an der Straße und beim Einkaufen.

Shell plant bis 2025 weltweit über 500,000 Ladepunkte zu errichten. Zurzeit, wir bieten den Zugang zur mehr als 90,000 Ladepunkte für E-autos zu Hause, bei Unternehmen, Shell Tankstellen und unterwegs. Dazu bieten wir zusätzlich über 300,000 Ladepunkte zusammen über unsere Roaming-Netzwerke. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörden wird der Abschluss des Vertrages für Ende 2022 erwartet. (Shell/SBRS/PM/Sr)

 

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