In Neu-Ulm, um Neu-Ulm und um Neu-Ulm herum ist Setra-Erlkönig gesichtet worden… Foto: SB-Medien/Baldauf; Montage: omnibus.news

Setra stellte 2013 die TopClass 500 auf der Busworld im belgischen Kortrijk vor. Der Messestandort nahe der französischen Grenze ist Geschichte, die Busworld ist nach Brüssel umgezogen. Und die vor fast zehn Jahren präsentierte neue Baureihe mit dem großen Setra in der Frontmaske auch.

Aber nur fast, denn eine komplett neue Generation stellt Daimler Buses für die Ulmer Marke in diesem Jahr nicht vor. Das, was die Ulmer Spatzen von den Dächern pfeifen, ist ein Facelift in der Front und technische Neuheiten im Bereich der Elektronik. 2013 bewarb Daimler Buses die eigenständige Gestaltung der neuen Setra-Gesichtes in Verbindung mit Zierelementen aus Chrom.

Sie unterstrichen die Wertigkeit, die schwebenden“ Designelemente vermittelten dem Betrachter eine Leichtigkeit und Dominanz. Hartmut Schick, seinerzeit Leiter von Daimler Buses, war zum Marktstart zuversichtlich, dass die Premiumprodukte der TopClass 500 in ganz Europa schon bald das Objekt der Begierde sein würden.

Recht hatte er, die TopClass 500 definierte die Königsklasse des Omnibusbaus. Und das unter dem Dach des Daimler Konzerns. Jetzt steht das Facelift an, die TopClass 500 bekommt das, was die Mediziner eine Gesichtsstraffung nennen. Und die Entwicklungs- und Testingenieure oder vielleicht die Marketingstrategen sind sich ihres Eingriffes sicher, denn das Heck des Erlkönigs ist mit dem Namen Leyla foliert.

Literarisch gesehen ist „lailā“ die „schönste aller Nächte“, keine Frage, da hatte scheinbar jemand aus der Entwicklungs- und Erprobungsabteilung eine kreative Idee, die TopClass zählt wohl zu den schönsten Reisebussen in Europa. Das türkische Wort „leylak“ bezeichnet ein zartes Lila, die Farbe des Flieders.

Momentmal, der getarnte Reisebus ist doch…? Genau, er ist in dieser Farbe lackiert! Respekt, was da aus Ulm kommt, kann kommen. Und was kommt nun, vielleicht wieder das K, das mit der Baureihe 400 aus der Frontblende verschwand? Kein Kommentar heißt es auf Nachfrage von omnibus.news aus Ulm bzw. Neu-Ulm und Stuttgart. Kein Kommentar? Krass, kein Kommentar… (omnibus.news/Sr)

 

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