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Die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, bei der Vorstellung neuer Busse für die BVG. Foto: Schreiber

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, über die Bedeutung der Mobilität in Metropolen und über selbstfahrende Doppeldecker. Bis die großen Gelben autonom unterwegs sein werden, wird es aber noch dauern.  „Aber die ersten selbstfahrenden Shuttles können schon bald durch Berlin fahren.“, so Nikutta. Auch zum Thema Antriebstechnik gibt es im SZ-Interview konkrete Aussagen: Die Elektromobilität besitze ein großes Potential, auch wenn die Technologie noch nicht ganz reif sei. „Bis heute gibt es auf dem europäischen Binnenmarkt keinen Hersteller, der in der Lage ist, Elektrobusse serienreif in großer Stückzahl zu liefern“, sagte Nikutta. Daher könnten Verkehrsbetriebe Elektrobusse auch nicht bestellen: „Wenn wir heute eine Ausschreibung für hunderte Elektrobusse machen würden, bekämen wir überhaupt kein Angebot.“ Eine Zwischenlösung könnten Busse sein, die mit Erd- oder Biogas betrieben werden. Die testet die BVG zur Zeit, nach einem Erdgasbus von Mercedes-Benz ist jetzt auch ein Erdgasbus von MAN auf die Berliner Straßen geschickt worden.Vorerst werden nur wenige Elektrobusse in Berlin fahren. Damit die BVG in der Hauptstadt trotzdem als cooles, hippes Unternehmen wahrgenommen wird, hat in der Amtszeit von Nikutta eine Imagekampagne begonnen, mit flotten Sprüchen wie: Nicht mal deine Mutter holt dich morgens um 4:30 Uhr ab, die BVG aber schon. „Nicht nur die Kampagne funktioniert“, sagt Nikutta. Die BVG zählt an einem normalen Werktag drei Millionen Fahrgäste, die S-Bahn weitere 1,4 Millionen. „Wir befördern also einmal am Tag die ganze Stadt.“ Unter Nikuttas Führung sind die BVG aus den roten Zahlen gekommen. Der Blick richtet sich aber noch weiter in die Zukunft. Bei Carsharing und autonomem Fahren gibt Nikutta ein ehrgeiziges Ziel für ihre BVG aus: „Wir werden der zentrale Akteur werden.“

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