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Tradition hat Zukunft: Ein MB O 321 mit den Brüdern aus der Gegenwart. Foto: Santos

Im April 2016 feierte Mercedes-Benz 60. Geburtstag in Brasilien. Seit Beginn der Produktion im Jahr 1956 im Werk von São Bernardo do Campo führt Mercedes-Benz das Bussegment in Brasilien mit einem Marktanteil von derzeit über 50% an. Das Geschäftsfeld der Omnibusse in Lateinamerika leitet seit Frühjahr 2017 Sérgio Magalhães, die Marke mit Stern ist in São Bernardo do Campo (Brasilien), in Buenos Aires (Argentinien), Monterrey (Mexiko) und Funza (Kolumbien) mit entsprechenden Produktionsstandorten für Bodengruppen vertreten – in Mexiko gibt es mit einem Aufbauhersteller zudem noch ein Joint-Venture. Vor zwei Jahren baute Daimler Buses das Busgeschäft in Lateinamerika weiter aus, denn in Funza bei Bogotá eröffnet die hundertprozentige Tochtergesellschaft Daimler Colombia S. A. ein neues Buswerk mit einer Produktionskapazität von 4.000 Chassis pro Jahr. Umgerechnet rund zwei Millionen US-Dollar wurden dazu in die 11.000 Quadratmeter große Fertigungsstätte investiert. Daimler Buses rüstet sich so für die wachsende Nachfrage nach regulären Bussen sowie effizienten Mobilitätslösungen in den Metropolen der Region. Dazu zählt das innovative Bus Rapid Transit (BRT) System für den öffentlichen Busnahverkehr in Großstädten. Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses: „Trotz des aktuell herausfordernden Marktumfeldes in Lateinamerika investieren wir weiterhin in die Zukunftsfähigkeit unserer Standorte sowie in moderne Fahrzeugtechnologien. Durch die neue Busmontage wollen wir Marktpotenziale im Busgeschäft in Lateinamerika noch besser ausschöpfen.“

São Bernardo do Campo, das größte Mercedes-Benz Nutzfahrzeugwerk außerhalb Europas. Foto: Daimler

Der lateinamerikanische Markt ist die zweitgrößte Busregion weltweit. Langfristig soll sich der Busmarkt auf einem Niveau von über 40.000 Einheiten stabilisieren. „Mit unserem modernen Busportfolio mit BlueTec V-Technologie erfüllen wir die wachsenden Anforderungen des kolumbianischen Marktes sowie unserer lateinamerikanischen Nachbarländer nach sauberen und effizienten Fahrzeugen“, sagte Mathias Held, Präsident von Daimler Colombia S.A., seinerzeit. Mit einem Anteil von über 30 Prozent sind Mercedes-Benz Busse bereits heute im Stadtverkehr von Bogotá stark vertreten. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die moderne Abgastechnologie, die die Umweltstandards des dortigen Verkehrsverbundes „Sistema Integrado de Transporte Público“, kurz: SITP) und damit für das Bus Rapid Transit Verkehrssystem (BRT) „TransMilenio“ erfüllt. Das BRT-System TransMilenio in Bogotá ist ein Paradebeispiel für eine gelungene Mobilitätslösung in einer Millionenmetropole. Über 2.300 Busse von Daimler fahren im SITP-Verkehrs-verbund sowie bei TransMilenio in Bogotá. Aufgrund der hohen Fahrgastzahlen und der hohen Reisegeschwindigkeit gehört TransMilenio zu einem der weltweit führenden BRT-Systemen. Im Jahr 2012 startete Daimler die erste Busmontage in Bogotá. Aufgrund der dortigen begrenzten Produktionskapazität, entschied sich Daimler Colombia nun für den neuen Standort Funza. Dort schafft das Unternehmen über 220 neue Arbeitsplätze. Beliefert wird die Busmontage von der brasilianischen Daimler-Tochter Mercedes-Benz do Brasil mit Sitz in São Bernardo do Campo. Die Busfahrgestelle werden in zerlegten CKD-Sätzen (completely knocked down) in Funza angeliefert und endmontiert. Daimler Colombia bietet zunächst sechs verschiedene Busfahrgestell-modelle mit BlueTec® V-Technologie für den kolumbianischen Markt an. Künftig sollen die Fahrgestelle auch an umliegende Nachbarländer wie Venezuela, Peru, Ecuador und Zentralamerika exportiert werden. Mit dem neuen Buswerk in Funza stärkt Daimler sein Nutzfahrzeug-Produktionsnetzwerk in Lateinamerika, welches über die Tochtergesellschaft Mercedes-Benz do Brasil gesteuert wird. Dazu zählen die drei Produktionswerke in Brasilien – mit den Standorten São Bernardo do Campo, Campinas sowie Juiz de Fora. Außerdem umfasst der Produktionsverbund auch das argentinische Werk in Buenos Aires sowie das neue kolumbianische Werk in Funza. Mit insgesamt fünf Produktionsstandorten ist Daimler somit größter Nutzfahrzeughersteller in Lateinamerika. Und im letzten Jahr wurde auf der FetransRio 2016 der weltweit größte Gelenkbus auf Basis der Mercedes-Benz O 500 MDA-Bodengruppe vorgestellt. Den Aufbau lieferte Marcopolo. Mercedes-Benz do Brasil hat damit das Busportfolio noch einmal im wahrsten Sinne vergrößert: Bis zu 220 Passagiere finden an Bord einen Platz – keine Frage, dieses Konzept wurde speziell für hochmoderne Bus Rapid Transit (BRT)-Systeme im innerstädtischen Busverkehr in Lateinamerika entwickelt.

Bis zu 220 Fahrgäste – stehend und sitzend – finden im 23m langen BRT-Gelenkbus Platz. Foto: Daimler

Wurde auf der FetransRio 2016 vorgestellt: Der weltweit größte Gelenkbus auf Basis der Mercedes-Benz O 500 MDA-Bodengruppe, aufgebaut von Marcopolo. Foto: Daimler

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