Der AVV rüstet alle Busse mit Schutzscheiben aus, im Bild der Typ 2. Foto: AVV, Montage: omnibus.news

Der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) installiert in allen AVV-Regionalbussen zusätzliche Schutzscheiben, wie der AVV mitteilt. Neben der Pflicht eines Mund-Nasen-Schutzes stellen Schutzscheiben in Zeiten von Corona bei vielen Verkehrsbetrieben einen zusätzlichen  Infektionsschutz  dar. Der ist nötig, weil die Corona-Pandemie noch auf unabsehbare Zeit anhalten wird und Mobilität sichergestellt sein muss. Einen positiven Nebeneffekt sieht der AVV noch: Die Scheiben ermöglichen langfristig auch einen besseren Schutz des Fahrpersonals gegen mögliche Übergriffe und schaffen die Grundlage für eine Wiederaufnahme des Fahrkartenverkaufs in den Bussen. Je nach Fahrzeugtyp kommt beim AVV eines von zwei Modellen zum Einsatz: Entweder eine vollflächige Scheibe im Eingangsbereich, dann ist der Einstieg an der vorderen Tür nur über einen der beiden Türflügel möglich. Bei der zweiten Variante wird der Fahrerplatz durch eine auf der halbhohen Fahrertür verbauten Scheiben großflächig abgeschirmt. Der AVV teilt ferner mit, dass die Schutzscheiben im Landkreis Augsburg entwickelt und auch produziert wurden. Die Fa. MedeleSchäfer GmbH in Königsbrunn bei Augsburg hat gemeinsam mit der Fa. Göppel Metallbau aus Großaitingen die herstellerunabhängige Lösung für die Nachrüstung von Linienbussen mit Infektionsschutzscheiben entwickelt. Die Scheiben sind TÜV-geprüft und für den Straßenverkehr zugelassen. Sie bestehen aus ESG-Sicherheitsglas, lassen sich unabhängig von der Fahrzeugmarke einsetzen und entfalten auch keine Blendwirkung. Dieses Sicherheitsglas ist für den Einsatz im Sichtbereich des Fahrpersonals besonders geeignet. Die Umrüstung des kompletten Fuhrparks, insgesamt ca. 200 AVV-Regionalbusse, erfolgt sukzessive innerhalb der nächsten Wochen. (AVV/MedeleSchäfer/GöppelMetallbau/PM/Schreiber)

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