Lemke bietet in der Reihe Minis aktuell acht Bedruckungsvarianten der Formneuheit des Setra S 431 DT. Foto: Schreiber

Auch der grüne Fernbus-Klassiker ist in der ersten Auflage gleich 2x mit dabei… Foto: Schreiber

Detailverliebt: Der kleine Doppeldecker hat auch 160-fach verkleinert stimmige Gravuren. Foto: Schreiber

Schon lieferbar, diese Aussage ist im Zusammenhang mit den Modellbusneuheiten der Spielwarenmesse 2020 etwas Besonderes. Lemke macht es möglich, während es bei vielen Hersteller nur Ankündigungen oder Vorserienmodelle zu sehen gab, machte die Lemke Collection GmbH ihrem Motto und Leitspruch alle Ehre: Lemke setzt Maßstäbe heißt es da! Und ja, pünktlich zur Neuheitenshow in Nürnberg hatten die Modellbahn- und Modellfahrzeugprofis eine ganze Flotte von Modellbussen des Setra S 431 DT im Angebot. Gleich acht Bedruckungsvarianten des 89,6 Millimeter langen Doppeldeckers sind aktuell über den hauseigenen Onlineshop erhältlich. Im Maßstab 1/160 schicken die Macher der Lemke Collection in der Reihe Minis eine gelungene Miniatur mit stimmigen Positiv- und Negativgravuren ins Rennen um die Sammlergunst. Auf der Messe in Nürnberg gab es die unbedruckte Karosserie zu sehen, keine Frage, die Graveure behrrschen ihr Handwerk! Der kleine Doppeldecker gefällt, nicht zuletzt, weil die unterschiedlichen Bedruckungen sauber und filigran auch in diesem Maßstab das große Vorbild mit der nötigen Liebe zum Detail wiedergeben. Nicht nur das Maskottchen der Krefelder Eishockeyspieler, der Pinguin, ist mit seinem frechen Grinsen gut zu erkennen, sondern beispielsweise auch die Firmensignets von Ouibus, Flixbus oder Postauto zeigen, was heute technisch machbar ist. Ein Teil der ersten Auflage ist schon ausverkauft, wie Christian Lemke auf Nachfrage von omnibus.news bestätigt. Wegen des großen Zuspruchs sei aber schon eine zweite Serie in Planung, die hoffentlich noch in diesem Jahr in Deutschland an die Fachhändler gehen kann. Die IAA im Jahre 1969 nutzte man im Hause Kässbohrer, um den ersten Doppelstockbus der Marke zu zeigen. Nicht aber als reales Fahrzeug, sondern nur als Zeichnung. Das Konzept sah im Oberdeck eine durchgehende und im Unterdeck eine Bestuhlung von der Vorder- bis zur Mitteltür vor. Der Gepäckraum schloss sich im Unterdeck nach der Mitteltür an und war von außen durch eine separate Tür hinter der dritten Achse zugänglich. Die Resonanz der Kunden war durchweg positiv, wie ehemalige Angestellte zu berichten wissen. Bis zur Geburtsstunde des ersten Doppelstockbusses aus Ulm war es rückblickend aber ein langer Weg, es dauerte ganze zwölf Jahre. Nicht ganz so lange hat es bei Lemke gedauert, binnen eines Jahres war der Modellbus des Setra S 431 DT realisiert, wie auf der Messe in Nürnberg von den Machern voller Stolz zu hören war. Lemke hat die richtigen Partner, bei Kässbohrer waren es hauptsächlich produktionsbedingte Gründe, die die Realisierung des ersten Doppelstockbusses verhinderten. Einerseits war die Produktion der 200er-Baureihe gut ausgelastet, anderseits verlangt ein 4 m hohes Fahrzeug auch baulich andere Maßnahmen als ein normaler Reisebus-Hochdecker. 1980 wurden in Elchingen bei Neu-Ulm dann Hallen für die Produktion dieser vier Meter hohen Reisebusse gefunden. Wieder war es die IAA, die die Ulmer nutzten, um den Setra Doppelstockbus S 228 DT vorzustellen. Dieser wurde von den Kunden dankend angenommen, denn Anfang der 80er Jahre waren Gelenkbusse in Frankreich und der Schweiz unerwünscht. Das Einfahrverbot dieser Länder führte dazu, dass viele Unternehmer mit Blick auf die Sitzplatzkapazität einen Doppelstockbus brauchten, um das Angebot für Fernreisen nach Südeuropa aufrecht zu erhalten. (Lemke/Daimler/Setra/PM/Schreiber)

 

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