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Daimler Buses errichtet nach Köln und München nun am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Hamburg den dritte eigene Ladestandort. Foto: DaimlerTruck

Till Oberwörder hatte es versprochen: Was die Politik zeitnah nicht schaffe, könne Daimler Buses leisten! Gemeint ist der Aufbau einer öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektrobusse. Daimler Buses baut sie jetzt weiter aus: Nach Köln und München soll am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Hamburg der dritte eigene Ladestandort entstehen. Geplant sind zunächst vier Schnellladesäulen. Den Pachtvertrag mit der Betreibergesellschaft ZOB Hamburg GmbH hat das Unternehmen mit Zustimmung des städtischen Eigentümers unterzeichnet.

Der Bauantrag ist eingereicht, die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Umsetzung und Betrieb erfolgen über die Daimler Buses Solutions GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Daimler Buses. Für den ZOB Hamburg bedeutet das: Die Ladeinfrastruktur kommt aus einer Hand, eigene Investitionen oder ein eigener technischer Betrieb sind nicht erforderlich. Daimler Buses Solutions refinanziert das Angebot über den Verkauf des Ladestroms. Daimler Bussparte ist bislang einziger Bushersteller, der eigene öffentliche Ladesäulen für E-Busse baut.

Der Hersteller sieht im Bereich Infrastruktur großes Potenzial. Entsprechend investiert das Unternehmen über seine Tochtergesellschaft in den kommenden Jahren gezielt in den Ausbau seines Infrastrukturgeschäfts. Steffen Germ, CEO Daimler Buses Solutions: „Öffentliche Ladeinfrastruktur für E-Busse ist ein entscheidender Hebel für die Elektrifizierung des Ausflugs- und Reiseverkehrs. Mit unseren Ladeprojekten in Köln, München und Hamburg wollen wir einen Impuls für den Einsatz von E-Bussen auf zentralen Reiserouten in Deutschland geben.“

Daimler Buses will am ZOB Hamburg zunächst vier Ladesäulen – acht sind auch darstellbar – mit einer Leistung von bis zu 600 kW installieren. Busunternehmen sollen hier ihre E-Busse markenunabhängig aufladen können. Der Betrieb soll ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen erfolgen. Geplant sind Tiefbauarbeiten, die Verlegung von Starkstromleitungen, der Aufbau eines Transformators sowie die Installation der Ladeinfrastruktur.

Mit mehr als 80.000 Busbewegungen pro Jahr zählt der ZOB Hamburg zu den größten Fernbus-Drehscheiben Deutschlands. Omnibusbahnhöfe eignen sich besonders für Ladepunkte, denn Ausflugs- und Reisebusse halten dort planmäßig als Zwischen- oder Endstation. Diese Standzeiten lassen sich zum Laden nutzen. Hinzu kommt, dass die Infrastruktur für Fahrgäste – etwa Sanitäranlagen und Verpflegungsmöglichkeiten – bereits vorhanden ist. Die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur für elektrisch angetriebene Busse wächst weiter.

Daimler Buses Solutions prüft daher fortlaufend weitere öffentliche Ladestandorte an stark frequentierten Orten. Bei den Baumaßnahmen arbeitet das Unternehmen eng mit erfahrenen Partnern zusammen; nach der Inbetriebnahme übernimmt ein eigenes Serviceteam Wartung und technischen Betrieb. Eigentümer, Betreiber sowie langfristige Nutzer von Flächen mit regelmäßigen Standzeiten von Reise- und Überlandbussen können sich mit potenziellen Standorten an Daimler Buses Solutions wenden. (DaimlerTruck/PM/Sr)

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