Nach 44 Jahren gibt Konrad Pernetta den Modellbusmarkt auf. Foto: Schreiber

Nach 44 Jahren hört Konrad Pernetta auf. Der Modellbusmarkt wird in den nächsten Wochen schließen, wie Konrad Pernetta im Gespräch mit omnibus.news jetzt erklärt hat. Schweren Herzens, doch mit Blick auf das Alter soll das tägliche Pakete packen und der Handel mit Modellbussen ein Ende haben. Was bleibt, ist die Liebe zum Bus – im kleinen und großen Maßstab. In dieser Woche hat der Schlussverkauf begonnen, zusätzlich gibt es bis zum 19. Februar noch einen Winterschlussverkauf mit reduzierten Preisen sowie einmaligen Angeboten.

Zum Verkauf kommen auch viele Einzelstücke und Raritäten aus dem Modellbusmuseum. Konrad Pernetta hat sich nicht nur in Deutschland, sondern europaweit und in vielen Teilen der Welt einen Namen gemacht. Für ihn war das Sammeln von Modellbussen nicht nur ein Freizeitspaß, sondern fast schon eine Wissenschaft. Der Experte kam 1965 zusammen mit einem befreundeten Busunternehmer nach Bad Dürkheim zur Vorstellung des O 303 von Mercedes-Benz.

Das dort verteilte Modell weckte sein Interesse, schnell erlag er der Sammelleidenschaft. Der erste Modellbus allerdings, heute eine mittlerweile sehr begehrte Miniatur von Dinky, trat schon wesentlich früher in sein Leben, wie sich Konrad Pernetta rückblickend erinnert. Das war zu einer Zeit, in der jungen noch ganz selbstverständlich mit Modellautos spielten. Seit der Vorstellung des O 303 hielt Konrad Pernetta stets Ausschau nach weiteren Modellbussen.

Zu seinen Jagdrevieren gehörten neben Flohmärkten und Spielzeugläden auch Messen und Tauschbörsen sowie in jüngster Zeit das Internet. Sein weltweites Netzwerk war ein Vorteil, wenn es darum ging, ein ganz besonderes Modell zu bekommen. Konrad Pernetta ist für viele Modellbussammler über die Miniaturen ein Freund geworden, der immer mit Rat und Tat zur Seite stand. In den Zeiten, in den es das Internet noch nicht gab, war Konrad Pernetta die Quelle für Informationen aus der Welt der kleinen Busse.

Sein enormes Wissen ist geschätzt, denn wer sich in der Auflage und Ausstattung eines Modellbusses nicht auskennt, der zahlt auf einer Börse oder im Internet mehr als nötig. Kontakte zu Modellbussammlern in aller Welt liefen in Oberammergau zusammen. Tausende Modellbusse hat Konrad Pernetta aus der ganzen Welt zusammengetragen, rund 500 kleine Omnibusse waren in seinem Modellbusmuseum ausgestellt. Viele davon werden nun über den Schlussverkauf den Weg in eine andere Sammlung finden.

Einige wenige Modellbusse will Konrad Pernetta aber noch behalten, so wie beispielsweise den Mercedes-Benz O 303, den er in Bad Dürkheim erhielt. Und auch der Kässbohrer Alpenvogel von 1938 sei für ihn etwas ganz Besonderes, wie er mit etwas Wehmut sagt. Aber die meisten Modellbusse werden viele Sammler erfreuen und deren Vitrinen bereichern, so Pernetta.

Und wenn die Sehnsucht nach dem einen oder anderen kleinen Omnibus dann doch zu groß ist, man kennt sich in der Welt der Modellbusfans. Und Besuche und das Fachsimpeln gehören dazu, Konrad Pernetta wird überall auf offene Türen oder besser Vitrinen treffen. Hier klicken und man kommt zur Website des Modellbusmarktes von Konrad Pernetta. (Pernetta/omnibus.news/Sr)

 

 

 

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