
Scania hat den Omnibusbau über mehr als ein Jahrhundert mitgeprägt. Foto: Scania; Montage: omnibus.news

Die Omnibusgeschichte von Scania begann 1911. In diesem Jahr lieferten Scania und Vabis, die am 18. März zur AB Scania-Vabis fusioniert hatten, den sogenannten Nordmark-Bus aus. Foto: Scania

Scania Vabis 1. Bulldog. Foto: Scania
Frühe Elektromobilität und internationale Expansion

Scania Vabis CR76. Foto: Scania

Scania Vabis B75. Foto: Scania
1969 fusionierte Scania-Vabis mit dem schwedischen Automobil- und Flugzeughersteller Saab zu Saab-Scania. Zwei Jahre später machte der CR111 als besonders leiser Stadtbus auf sich aufmerksam. 1982 führte Scania das K-Fahrgestell mit Heckmotor ein, das zur Basis für zahlreiche Linien- und Reisebusaufbauten wurde. Das Baukastensystem ermöglichte es, technische Komponenten und Fahrgestelle für unterschiedliche Einsatzzwecke zu kombinieren. Auch bei den Antrieben setzte Scania früh auf Alternativen zum klassischen Diesel. 1989 entstanden die ersten Ethanolbusse, 1994 wurden die ersten gasbetriebenen Fahrzeuge kommerziell ausgeliefert. Damit sammelte das Unternehmen schon früh Erfahrungen mit alternativen Kraftstoffen.
Neue Busgenerationen und elektrische Zukunft
2006 führte Scania eine neue Busgeneration ein, 2011 folgte die Baureihe Citywide für den Stadt- und Überlandverkehr. Neben der Weiterentwicklung konventioneller Antriebe arbeitete das Unternehmen an Hybridlösungen. 2019 zeigte Scania mit dem Konzeptfahrzeug NXT eine Vision für den elektrischen Stadtverkehr. 2023 präsentierte das Unternehmen eine neue batterieelektrische Busplattform. Dazu gehörten Low-Entry-Busse mit einer Batteriekapazität von bis zu 520 kWh. Unter optimalen Bedingungen gab Scania eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern an. Im selben Jahr kündigte der Hersteller eine strategische Neuausrichtung seines Busgeschäfts an. Scania beendete die Karosserieproduktion für Scania-Fahrgestelle im polnischen Słupsk und stellte die Produktion der Baureihen Citywide und Interlink sowie der Niederflurfahrgestelle ein. Fahrgestelle mit Front- und Heckmotor blieben im Angebot. Komplett- und Reisebusse sollten weiterhin angeboten werden, verstärkt in Zusammenarbeit mit Aufbaupartnern.

So sieht Scania hat die Zukunft des Stadtbusses: 12m, elektrisch und autonom. Foto: Böhnke

Loungeartige Sitzgruppen statt klassischer Einzelsitze im Zukunftsbus PXT4 von Scania. Foto: Böhnke
Fahrgestelle und Antriebe im Mittelpunkt
Scania hat sich über die Jahrzehnte vom frühen Omnibusbauer zu einem internationalen Nutzfahrzeughersteller entwickelt, dessen Busgeschäft stark auf Fahrgestelle und Antriebstechnik ausgerichtet ist. Das modulare Prinzip bleibt dabei zentral: Gemeinsame technische Komponenten und unterschiedliche Fahrgestellkonfigurationen ermöglichen den Einsatz in Stadt-, Überland- und Reisebussen. Während Scania Antrieb, Fahrwerk und technische Plattform bereitstellt, übernehmen Partner die jeweiligen Aufbauten. Die Neuausrichtung von 2023 markiert damit einen strukturellen Wandel, aber nicht das Ende des Busgeschäfts. Die Entwicklung elektrischer Plattformen und die Kooperation mit Aufbauherstellern zeigen, worauf Scania künftig setzt. (Scania/omnibus.news/Sr)

Ingrid Nilsson verantwortet die äußere und innere Gestaltung der Omnibusse von Scania und setzt dabei auf Teamwork. Foto: Schreiber

Scania hat die neue Generation des in China bei Higer gebauten Touring vorgestellt. Foto: Scania