Leverkusen will Stadtbusse mit SCRT-Filtern im Rahmen des Sofortprogrammes saubere Luft nachrüsten. Foto: HJS

Manchmal hilft der Blick über den Tellerrand oder mitunter nur zum Nachbarn: 1999 erhielt der Padersprinter den Deutschen Umweltpreis für ihre mit Abgasfiltern nachgerüsteten Linienbusse bekommen. Mit Harnstofflösung betriebene Abgasfilter aus Finnland haben auch vormalige Stinker entgiftet: „Der Ausstoß von Stickoxiden bewegt sich zum Teil im kaum noch messbaren Bereich. Was aus dem Auspuff des Busses kam, war sauberer als die Umgebungsluft“, zitierte die „Neue Westfälische“ den Professor für Nutzfahrzeugforschung und Abgasanalytik an der Hochschule Landshut, Ralph Pütz, nach dessen Überprüfung der Padersprinter im letzten Jahr. Jetzt wird auch Leverkusen diesen Weg gehen, genauer Wupsi will ganz sauber werden. Das Busunternehmen Wupsi GmbH mit Firmensitz in Leverkusen betreibt den größten Teil des Linienbusverkehrs in Leverkusen und viele Linien im Rheinisch-Bergischen-Kreis. Das „Sofortprogramm saubere Luft“ der Bundesregierung macht es nun möglich, dass 30 ältere Linienbusse mit der Abgasnorm Euro V mit SCRT-Filtern nachgerüstet werden. SCRT steht für „Selective Catalytic Reduction Technology“, ein Filterverfahren bei dem 95 Prozent der Feinstäube und bis zu 92 Prozent der Stickstoffe entfernt werden. Auch Anteile von Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid werden verringert. Die Gesamtkosten für die Umrüstung werden mit rund 600.000 Euro beziffert. 40 prozent davon sind förderfähig, weil die 30 Linienbusse den Förderrichtlinien entsprechen: Sie werden noch mindestens vier Jahre im Fuhrpark sein. Das scheint auch die Verantwortlichen in der Politik vor Ort überzeugt zu haben, dem dem Vorhaben generell positiv gegenüberstehen.

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