Der erste Fahrversuchsträger war grün… Foto: Schreiber

Der Fahrer sitzt in Moskau in einer abgeschlossenen Kabine. Foto: Schreiber

Drei Türen sollen beim Elektrobus von GAZ schnelle Fahrgastströme garantieren. Foto: Schreiber

Der GAZ-Elektrobus: Power-Pack im Heck – und auf dem Dach: Foto: Schreiber

Niederflur im russischen Elektrobus von GAZ. Foto: Schreiber

So stellen sich die russischen Ingenieure von GAZ den Fahrplatz vor. Foto: Schreiber

Die Russen kommen: Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin steht im wahrsten Sinne unter Spannung. Bis zum Jahr 2020 sollen sämtliche Busse in Moskau durch Elektrobusse ersetzen werdeen. Zur Zeit werde eine entsprechende Ausschreibung vorbereitet, wie das Büro des Bürgermeisters berichtet. Schon zum Jahresende soll die Tauschaktion starten heißt es. Gute Chancen erhofft sich GAZ, nicht nur, weil der Nutzfahrzeughersteller GAZ in Russland eine ganz große Nummer ist. GAZ hat schon einen einsatzbereiten Elektrobus auf die Räder gestellt: Der Elektrobus wurde gemeinsam unter dem Dach der GAZ-Gruppe mit Mobel, einem russischen Entwickler hochtechnologisierter Lösungen im Bereich Elektromobilität und Energiespeicher, entwickelt. Als Basis dienste der bekannte Niederflurbusses LIAZ-5292. Als Elektrobus-Variante erhielt er einen Asynchronmotor, einen Wandler auf IGBT-Transistoren, eine rekuperative Bremsfunktion und einen entsprechenden Energiespeicher. Der Speicher auf Basis von Lithium-Ion-Akkumulatoren soll die versprochene Reichweite von bis zu 200 km garantieren. 75 Fahrgäste können mitfahren, für 27 von ihnen gibt es einen Sitzplatz. Das ambitionierte Ziel wird politisch gestützt:: Mit Blick auf steigende Kraftstoffpreise und dem wachsenden Bedarf günstiger Beförderungs- sowie Transportlösungen setzt die Regierung seit Jahren auf Unterstützung der heimischen industrie. Um die Wettbewerbsfähigkeit auch international zu erhöhen, sind auch elektrisch betriebene Fahrzeuge in den Fokus genommen worden. Obwohl GAZ die besten Chancen für den Zuschlag eingeräumt werden, wollen sich auch andere Anbieter aus Russland wie Volgabus und Kamaz oder auch nicht russische Hersteller wie  Linkker ein Stück vom Kuchen abschneiden. Kamaz hat sich beispielsweise Unterstützung für einen Elektrobus bei Siemens geholt, in diesem Jahr wurde eine Entwicklungskooperation vereinbart. Linkker hat ein Testfahrzeug für Moskau zur Verfügung gestellt. Wer in Moskau war, der wird sich an die Oberleitungsbusse erinnern, die seit den 30er Jahren in der russischen Hauptstadt fahren. Deren Ausbau wird aber nicht vorangetrieben, denn die Infrastrukturkosten sind zu hoch. Der Elektrobus der GAZ-Gruppe hat in den letzten sechs Monaten mit dem Prototypen in Moskau erfolgreich über 10.000 Kilometer zurückgelegt. Alle Moskauer Testmodelle sind batteriegetrieben. Oberleitungsbusse fahren in der russischen Hauptstadt schon seit 1933, gelten wegen hoher Infrastrukturkosten aber als wenig zukunftsfähig.

Bewährungsprobe bestanden: Der Elektrobus von GAZ soll die Straßen in Moskau erobern. Foto: GAZ

 

 

 

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